Sukiyaki - Herkunft, Kuriositäten und Rezept

Ein beliebtes japanisches Wintergericht mit Fleisch, Gemüse und Udon.

Sukiyaki (すき焼き) ist eines der einfachsten und beliebtesten Gerichte Japans. Es wird aus Fleischscheiben, Gemüse, Pilzen, Udon und anderen Zutaten zubereitet, die man nach Geschmack wählen kann. Sukiyaki wird normalerweise in einem Nabemono gekocht, einem eisernen Topf für Eintöpfe, der das Gericht im Winter schön warm hält.

Sukiyaki ist besonders im Winter beliebt, vor allem bei Neujahrsfeiern, den sogenannten Bonenkai. Das Rezept verwendet normalerweise dünn geschnittenes Rindfleisch, aber in Regionen wie Hokkaidō und Niigata ist auch Schweinefleisch üblich. Zu den beliebtesten Zutaten gehören Tofu, Negi (Frühlingszwiebeln), Grünkohl und Shiitake-Pilze.

Die Art, wie Sukiyaki in einem Nabemono serviert wird, soll eine gesellige Runde schaffen und gibt jedem die Freiheit, Menge und Zutaten für die eigene Schüssel selbst auszuwählen. Einige Restaurants lassen die Gäste sogar ihr Gericht direkt am Tisch zubereiten.

Herkunft von Sukiyaki

Man glaubt, dass Sukiyaki in der Meiji-Zeit um 1868 entstand, als Japan sich für ausländische Einflüsse öffnete. Die Verbreitung von Rindfleisch und Butter fiel in diese Zeit und wurde stark von amerikanischen und europäischen Küchenstilen beeinflusst.

Sukiyaki bei einer japanischen Winterfeier

Der Name Sukiyaki (鋤焼き) stammt vom Wort 鋤 (suki), was Spaten oder Pflug bedeutet, und vom Wort 焼き (yaki), das sich auf das Braten, Grillen oder Kochen bezieht. Aber warum Spaten? In der Edo-Zeit (1603-1868) benutzten Bauern Spaten, um Fisch und Tofu zu grillen. Eine andere Theorie ist, dass der Name Sukiyaki vom Wort 剥き身 (sukimi) stammt, was dünne Fleischscheiben bedeutet.

Rezept für Sukiyaki

Praktisch jedes Gemüse oder Blatt lässt sich für die Zubereitung dieses Rezepts verwenden. Wir empfehlen deshalb, sich nicht starr an eine einzige Version zu halten, sondern das Gericht frei nach Geschmack anzupassen. Heute sind die Rezepte nicht mehr auf Rind- oder Schweinefleisch beschränkt; auch Huhn oder Fisch werden manchmal verwendet.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Sukiyaki zuzubereiten. Der Kansai-Stil, bei dem das Fleisch zuerst angebraten und danach alle Zutaten hinzugefügt werden. Und der Kantō-Stil, bei dem alle Zutaten gemeinsam gekocht werden.

Sukiyaki in einer Schale mit Fleisch und Gemüse

Machen Sie es so, wie es Ihnen am besten passt. Wenn Ihnen eine Zutat fehlt oder Sie sie nicht verwenden möchten, können Sie das Rezept problemlos anpassen. Die Menge jeder Zutat hängt von der Vorliebe der Person und davon ab, wie das Gericht am Ende aussehen soll.

Zutaten

Für das Sukiyaki (Fleisch und Gemüse)

  • Weiches Fleisch, zum Beispiel Filet mignon in Scheiben geschnitten;
  • 1 Packung Shirataki/Itokonyaku- oder Udon-Nudeln;
  • Tofu in Würfel geschnitten;
  • geschnittene Frühlingszwiebeln;
  • in Stücke geschnittene Grünkohlblätter;
  • 1 Stück geriebener Ingwer;
  • 1/2 geriebene Zwiebel;
  • Shiitake- oder Champignon-Pilze nach Belieben;
  • 5 Esslöffel Shoyu;
  • Paprika in Streifen geschnitten;
  • jedes andere Gemüse, das Sie möchten, in Scheiben oder Würfel geschnitten;

Für die Sauce

  • 1/2 Tasse Shoyu;
  • 1/2 Tasse Sake;
  • 4 Esslöffel Essig;
  • 300 ml Wasser;
  • 2 Esslöffel Zucker;
  • etwas Sesamöl;
  • 2 Esslöffel Butter;

Zubereitungsweise

Das Fleisch mit der geriebenen Zwiebel, dem Ingwer und Shoyu marinieren und eine Stunde ziehen lassen. Dann entscheiden Sie, ob Sie alles zusammen kochen oder das Fleisch zuerst anbraten und die Zutaten sowie die Saucen nach und nach hinzufügen möchten. In Japan ist es außerdem üblich, ein rohes Ei über das Gericht in die eigene Schüssel zu geben.

Ich hoffe, Ihnen schmeckt das Rezept! Zum Abschluss lassen wir noch ein Video da, das mehr Details erklärt und Schritt für Schritt zeigt, wie Sukiyaki zubereitet wird.

Kevin Henrique

Über den Autor: Kevin Henrique

Spezialist mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in asiatischer Kultur, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Spiele. Autodidakt, Autor und Reisender, der Japanisch, Reisetipps und tiefgehende Kuriositäten vermittelt.

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