Kennen Sie das berühmte japanische Omelett? In Japan heißt es Tamagoyaki (卵焼き oder 玉子焼き), was wörtlich „gebratenes Ei“ bedeutet. Die Variante mit viel Dashi-Brühe heißt Dashimaki Tamago (出し巻き卵): weicher, herzhafter und in Kansai üblich. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die berühmten japanischen Omeletts: sie sind ausgesprochen vielseitig und überaus beliebt.
Das japanische Omelett besteht aus mehreren dünnen Eierschichten, die nacheinander in der Pfanne gestockt und aufgerollt werden. Für die Zubereitung verwendet man üblicherweise eine rechteckige Pfanne, die Makiyakinabe genannt wird. Es gibt unzählige Varianten: meist kombiniert man Eier mit Dashi, Mirin, Sojasauce und manchmal Sake. Gefüllt werden kann es mit allem, was schmeckt, von herzhaft bis süß.
Tamagoyaki wird oft als Beilage zu anderen Gerichten serviert, eignet sich aber auch hervorragend als Frühstück oder kleiner Snack. In Obento (Bento) spielt es eine wichtige Rolle: es hilft, die Lunchboxen farbenfroh und ausgewogen zu gestalten. Das Grundrezept ist sehr einfach, und Gewürze oder Füllungen lassen sich nach Geschmack anpassen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, eine Version mit Dashi zu meistern: die Masse wird flüssiger und empfindlicher, das Ergebnis aber deutlich aromatischer.

Verschiedene Arten von japanischen Omeletts
Es gibt viele Varianten. Hier eine Auswahl:
Iri Tamago: Rührei, das in lockeren Flocken stockt und oft als Topping für andere Gerichte dient.
Usuyaki Tamago: ein sehr dünnes, blattförmig gegartes Omelett, das verwendet wird, um Temari Sushi einzuhüllen oder in feine Streifen geschnitten zu werden. Das Ergebnis heißt Kinshi Tamago, ein „haarfeines“ Omelett, das in Sushi oder als Topping Verwendung findet.
Omuraisu: ein Gericht aus einem dünnen Omelett, das gebratenen Reis umhüllt und meist mit Ketchup serviert wird. Sehr beliebt in Maid-Cafés.
Es gibt noch viele weitere Varianten, die je nach Zutaten, Dicke und Technik benannt werden. Oft tragen sie schlicht den Namen der Hauptzutat.

Rezept: So gelingt ein klassisches Tamagoyaki
Die folgende Menge mit drei Esslöffeln Dashi ergibt eher die weichere Rolle im Kansai-Stil. Wer eine festere, süßere Kantō-Variante will, reduziert die Brühe und behält den Zucker.
- 3 Eier
- 1 TL Sake oder Mirin
- ½ TL Shoyu (Sojasauce)
- 1 EL Zucker
- 3 EL Dashi
- ½ EL Öl
- Füllung oder weitere Zutaten nach Belieben.
Zunächst die Eier mit Sake oder Mirin, Shoyu und Dashi verquirlen. Eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl erhitzen und einen Teil der Eimasse hineingeben, sodass ein dünner Pfannkuchen entsteht. Das Omelett vorsichtig von einer Seite zur anderen aufrollen und an den Rand der Pfanne schieben. Nun erneut etwas Masse in die Pfanne geben, unter das bereits aufgerollte Omelett laufen lassen, stocken und über das bereits gerollte Omelett rollen. Das geht am besten mit Essstäbchen oder einem Pfannenwender.
Wenn alle Schichten verarbeitet und aufgerollt sind, das Tamagoyaki auf einer Bambusmatte (Makisu) noch einmal nachformen, damit es eine schöne, gleichmäßige Form bekommt. Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden und genießen. Kalt aus der Bento-Box schmeckt es ebenso gut wie warm vom Teller.






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