Purin ist der japanische Karamellpudding, den viele aus Cafés, Konbinis oder Anime-Szenen kennen. Anders als klassischer deutscher Pudding wird er mit Ei, Milch und Zucker zu einer festen, glatten Creme gegart und am Ende mit einer dünnen Schicht Karamell gestürzt. Wenn du wissen willst, wie Purin zu Hause wirklich gelingt, brauchst du keine Kondensmilch und keine komplizierte Technik, sondern nur ruhige Hitze und ein sauberes Wasserbad.
Geschmacklich liegt Purin näher an Crème Caramel oder Flan als an Vanillepudding aus dem Tütchen. Gerade diese Mischung aus milder Eiercreme und leicht herber Karamellsauce macht den Reiz aus. In Japan findet man ihn oft fertig im Kühlregal, aber die hausgemachte Version schmeckt feiner und lässt sich gut an den eigenen Vorrat anpassen.

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Was ist Purin genau?
Das Wort Purin kommt vom englischen "pudding", meint in Japan aber fast immer einen gestürzten Custard-Pudding mit Karamell. Die Textur soll weich, aber nicht flüssig sein: Der Pudding darf leicht wackeln, muss sich jedoch sauber aus der Form lösen. Viele Rezepte backen ihn im Wasserbad, andere garen ihn im Topf oder Dampfgarer. Für den Einstieg ist die Ofenvariante am unkompliziertesten.
Falls dir Purin vor allem aus Alltagsbildern aus Japan bekannt ist: In Konbinis gehört er zu den Desserts, die fast immer im Kühlregal liegen. Genau deshalb verbinden viele ihn mit einem schnellen süßen Snack, obwohl die selbstgemachte Version deutlich cremiger und aromatischer ausfällt.
Purin-Rezept für 4 kleine Förmchen
Am besten funktionieren hitzefeste Gläser, kleine Souffléformen oder Ramekins. Wichtig ist nur, dass alle Förmchen ähnlich groß sind, damit sie im Wasserbad gleichmäßig garen.
Zutaten für das Karamell
- 70 g Zucker
- 2 EL Wasser
Zutaten für den Pudding
- 400 ml Vollmilch
- 3 Eier
- 60 g Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt oder etwas Mark einer Vanilleschote
Zubereitung Schritt für Schritt
- Heize den Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vor und stelle eine tiefe Form für das Wasserbad bereit. Erhitze außerdem Wasser im Wasserkocher.
- Gib Zucker und Wasser für das Karamell in einen kleinen Topf. Lass die Mischung bei mittlerer Hitze bernsteinfarben werden, ohne umzurühren. Schwenken reicht. Verteile das flüssige Karamell sofort auf die Förmchen und lass es kurz fest werden.
- Erwärme die Milch, bis sie heiß ist, aber nicht kocht. Verquirle in einer Schüssel Eier, Zucker und Vanille nur so lange, bis alles verbunden ist. Zu viel Luft in der Masse sorgt später für Bläschen.
- Gieße die warme Milch langsam zur Eiermischung und rühre dabei gleichmäßig. Passiere die Flüssigkeit durch ein feines Sieb und fülle sie in die Förmchen.
- Setze die Förmchen in die tiefe Form und gieße heißes Wasser an, bis es ungefähr bis zur Hälfte der Förmchen reicht. Backe den Purin 35 bis 45 Minuten, bis die Mitte nur noch leicht zittert.
- Lass die Förmchen erst bei Raumtemperatur abkühlen und stelle sie dann mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank. Zum Servieren mit einem Messer vorsichtig am Rand entlangfahren, Teller auflegen und stürzen.
So bleibt die Konsistenz glatt
Die häufigsten Fehler sind zu starke Hitze, hektisches Schlagen und ungesiebte Masse. Wenn der Purin porös wird, war das Wasserbad meist zu heiß oder die Eiermasse hatte zu viele Luftblasen. Wenn er nicht fest wird, war die Backzeit zu kurz oder die Förmchen waren deutlich größer als gedacht. Für eine besonders feine Oberfläche hilft es, die Formen während des Backens locker mit Alufolie abzudecken.
Du kannst Purin auch dämpfen statt backen, aber für gleichmäßige Ergebnisse ist der Ofen oft leichter zu kontrollieren. Wer gern andere japanische Süßigkeiten ausprobiert, kann danach auch das Rezept für Shiroi-Koibito-Kekse testen, das eine ganz andere Textur hat, aber ähnlich klar mit Butter, Zucker und Timing arbeitet.
Servieren und aufbewahren
Purin schmeckt gut gekühlt am besten. Im Kühlschrank hält er sich in den Förmchen etwa zwei bis drei Tage. Das Karamell wird mit der Zeit flüssiger, was beim Stürzen sogar hilft. Wenn du eine etwas festere Version magst, lass ihn über Nacht ziehen. Für eine weichere Variante nimm etwas weniger Ei oder verkürze die Backzeit leicht, aber nur in kleinen Schritten.
Wenn du Purin zum ersten Mal machst, lohnt es sich, beim ersten Durchgang genau auf Farbe, Hitze und Gargrad zu achten. Schon nach einem Versuch versteht man, warum dieser schlichte japanische Karamellpudding so beliebt geblieben ist.
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