Wer Anime schaut, hört Kimochi [気持ち] oft genau dann, wenn jemand die Augen zukneift und eigentlich kimochi ii meint: es fühlt sich gut an. Im Japanischen ist das Wort zuerst ein Nomen — das Gefühl, das man in diesem Moment hält.
Wörtlich steckt darin ki (気) und motsu (持つ). Ob daraus Zuneigung, Ekel oder nur ein kühler Wind wird, hängt am nächsten Wort. Genau da rutschen Lerner in die Falle.
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Die Bedeutung des Wortes Kimochi
Das Wort Kimochi besteht aus zwei Schriftzeichen: 気 (ki) für Energie, Geist, Verstand und Herz, und 持ち (mochi) von 持つ (motsu) — halten, tragen, besitzen. Die wörtliche Idee ist also: etwas im Geist oder im Herzen halten. Je nach Satz kann das Haltung, Neigung oder einfach das Gefühl in diesem Moment sein.
Kimochi beschreibt einen emotionalen Zustand: Dankbarkeit, Zuneigung, Unbehagen, den Impuls, etwas zu sagen oder zu schweigen. Oft sind das romantische Gefühle — watashi no kimochi, meine Gefühle —, aber das Wort ist nicht auf Liebe beschränkt. Sobald ein Adjektiv folgt, kann es auch Komfort oder Widerwillen messen.
Kimochi ist das Gefühl. Kimochi ii heißt: es fühlt sich gut an. Wer nur „Kimochi“ sagt, hat noch nicht „angenehm“ gesagt.
Wer mehr Vokabeln für innere Zustände sucht, findet sie im Artikel über Gefühle und Emotionen auf Japanisch.

Vorsicht bei der Verwendung des Wortes Kimochi
Die Grundbedeutung ist Gefühl. Im Internet hat das Wort trotzdem eine eigene Popularität, weil die gedehnte Form kimochiii in sexuellen Szenen Lust ausdrückt. Das ist fast immer kimochi ii — gutes Gefühl —, nicht das Nomen allein. Seien Sie vorsichtig mit Tonfall und Kontext, wenn Sie das Wort nachsprechen, damit niemand eine Bedeutung hört, die Sie nicht gemeint haben.
Im Alltag ist Kimochi harmlos: Regen, Massage, ein warmes Bad, der Wunsch, jemandem etwas zu sagen. Die Falle sitzt in der Verwechslung von Nomen und Adjektiv, nicht im Wort selbst.

Was bedeutet Kimochi ii?
Kimochi ii [気持ちいい] ist ein i-Adjektiv: angenehm, es fühlt sich gut an. Grammatisch beschreibt es eine Eigenschaft, auch wenn es im Deutschen oft wie ein Verb klingt. Regen auf der Haut, Wind im Sommer, ein Onsen, eine Massage — das sind typische Sätze. Essen nennt man dagegen oishii [美味しい], nicht kimochi ii.
Häufige Formen:
- 気持ちいい / 気持ちがいい — es fühlt sich gut an
- 気持ちよかった — es hat sich gut angefühlt
- 気持ちよく — angenehm, auf angenehme Weise
Die Schreibweise kimochiii mit extra i ist oft nur Dehnung: ein langes, hörbares Seufzen. In einer Anime-Szene klingt das nach Lust; im Park bei Wind klingt dasselbe Wort nach Erleichterung.
Was bedeutet Kimochi Warui?
Das Wort Kimochi warui [気持ち悪い] bedeutet schlechtes Gefühl. Es kann heißen: Übelkeit; unangenehm; eklig; gruselig; eine Vorahnung, die nicht stimmt. In Anime fällt der Satz oft, wenn jemand etwas Widerliches sieht — Geruch, Insekt, eine Figur, die zu nah kommt.
Eine etwas klarere Variante ist Kimochi ga warui [気持ちが悪い], praktisch dieselbe Bedeutung, oft näher an „mir ist übel“. Der Slang Kimoi [キモイ] kürzt das Ganze ab und klingt schärfer, fast wie ein Etikett. Verwandte Ausdrücke — nicht echte Synonyme — sind Iyarashii [嫌らしい] (widerlich, oft mit anzüglichem Beigeschmack) und Kanji warui [感じ悪い] (schlechter Eindruck, unangenehme Art). Für Tonfall und grobe Wörter gibt es den Artikel Japanische Schimpfwörter: Warui Kotoba.
Kimochi, Kibun und Kanji: drei Arten von „Gefühl“
Kibun (気分) meint eher Stimmung, Atmosphäre oder den Zustand von Körper und Tag: kalt, warm, müde, gut gelaunt. Kibun ga warui kann Übelkeit sein, aber auch „heute ist mir nicht nach …“. Kanji (感じ) ist der Eindruck: etwas fühlt sich verdächtig an, jemand hinterlässt einen guten Eindruck. Kimochi bleibt näher am konkreten Empfinden — dem, was Sie gerade halten.
Grob gesagt: Kimochi für das, was Sie jetzt spüren oder jemandem mitteilen wollen; Kibun für die Lage des Tages; Kanji für den Eindruck von außen. Die Grenzen überlappen, vor allem bei Krankheit.
Verwendung des Wortes Kimochi und andere Bedeutungen
Kimochi kann Herz, Neigung (Entscheidung, Wahl) und das meinen, was jemand denkt oder wünscht. Mit so vielen Anwendungen helfen Sätze mehr als eine einzige Übersetzung.
Ein zweiter, oft übersehener Gebrauch: als Adverb heißt 気持ち auch „ein bisschen“ — kimochi ookii, ein wenig größer. Das hat nichts mit Emotion zu tun. Und お気持ち erscheint höflich, wenn jemand ein kleines Geschenk überreicht: nicht der Gegenstand zählt, sondern die Geste dahinter.
Für romantische Nuancen lohnt der Blick auf Ai, Koi und Suki — Liebe auf Japanisch. Kimochi sagt dort oft: das, was ich für dich empfinde, bevor das Wort Liebe fällt.
| Deutsch | Japanisch | Romaji |
|---|---|---|
| Meine Gefühle | 私の気持ち | watashi no kimochi |
| Dieser Regen ist angenehm | 雨が気持ちいい | ame ga kimochi ii |
| Sich jung fühlen | 気持ちは若い | kimochi wa wakai |
| Gefühle mitteilen | 気持ちを伝える | kimochi o tsutaeru |
| Ich verstehe seine Gefühle nicht | 彼の気持ちが分からない | kare no kimochi ga wakaranai |
| Der Wind fühlt sich gut an | 風が気持ちいい | kaze ga kimochi ii |
Die Tabelle ist eine Landkarte, kein Wörterbuchersatz. Derselbe Stamm 気持ち trägt Alltag, Zuneigung und Ekel — die Bedeutung sitzt im Satz, nicht im Wort allein.
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