Goya Chanpuru - Ein bitteres Gericht aus Okinawa

Ein klassisches Gericht aus Okinawa mit kräftigem, bitterem Geschmack.

Goya Chanpuru ist ein typisches Gericht aus Okinawa. Im Kern besteht es aus Goya, Schweinefleisch, Tofu und Ei. Der bittere Geschmack ist nicht für jeden sofort angenehm, aber genau das macht das Gericht so unverwechselbar.

Goya ist in Brasilien auch als Nigauri, Nigagori oder Bittermelone bekannt. Das Wort Chanpuru bedeutet einfach Mischung. Der Name passt also sehr gut zu diesem Gericht, das mehrere Zutaten in einer einzigen Pfanne verbindet.

Das Gemüse wächst in Japan vor allem im Sommer und wird wegen seines kräftigen Geschmacks geschätzt. Wenn du die Bitterkeit etwas mildern möchtest, kannst du die Goya vor dem Braten mit Salz einreiben und kurz ruhen lassen.

Wenn du japanische Hausmannskost magst, passen auch diese Rezepte gut dazu:

Goya Chanpuru in einer Schale serviert
Goya Chanpuru lebt vom Kontrast zwischen Bitterkeit, Tofu und Schweinefleisch.

Rezept für Goya Chanpuru

Je nach Haushalt wird das Gericht etwas anders zubereitet. Die Grundidee bleibt aber fast immer dieselbe: Goya, Ei, Tofu und Fleisch werden in einer Pfanne zusammengebracht.

Zutaten:

  • 2 Goyas oder mittelgroße Nigauri
  • 2 Eier
  • 150 g Schweinefleisch, alternativ Speck oder Aufschnitt
  • 200 g Tofu
  • 1 Zwiebel, in Scheiben geschnitten
  • 1 Esslöffel Sake
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 2 Esslöffel Miso
  • Shoyu und Gewürze nach Geschmack
  • Etwas Hondashi, also Fischbrühepulver

Zubereitung:

  • Schneide die Goya der Länge nach auf, entferne die Samen, wasche sie gut und schneide sie in kleine Halbmonde.
  • Wickle den Tofu in Küchenpapier. Lege ihn auf einen Teller und erhitze ihn 2 bis 5 Minuten bei hoher Leistung in der Mikrowelle. Nimm das feuchte Papier ab, wickle ihn in trockenes Küchenpapier und schneide ihn dann in Würfel von 2 bis 3 cm.
  • Schlage die Eier auf und verquirle sie leicht.
  • Schneide das Schweinefleisch oder den Aufschnitt in Streifen.
  • Vermische in einer Schüssel Miso, Zucker, Sake, Shoyu, Hondashi und etwas Wasser, bis eine glatte Paste entsteht, die weder zu dick noch zu flüssig ist.
  • Erhitze etwas Öl in einer großen Pfanne bei hoher Temperatur, gib die Eier hinein und bereite ein weiches Rührei zu.
  • Gib den Tofu dazu und brate ihn, bis er von allen Seiten leicht gebräunt ist.
  • Brate dann das Fleisch und die Zwiebel. Füge anschließend die Goya hinzu und lass sie leicht zusammenfallen. Gib die Miso-Paste darüber.
  • Vermische alles gut, bis sich die Zutaten verbunden haben, und serviere das Chanpuru heiß.
Goya Chanpuru mit bitterer Melone und Tofu
Frisch aus der Pfanne schmeckt Goya Chanpuru am ausgewogensten.

Wer bittere Aromen mag, versteht schnell, warum dieses Gericht in Okinawa so beliebt ist. Es ist einfach, sättigend und lebt von Zutaten, die zusammen viel runder schmecken als einzeln.

Kevin Henrique

Kevin Henrique

Spezialist mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in asiatischer Kultur, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Spiele. Autodidakt, Autor und Reisender, der Japanisch, Reisetipps und tiefgehende Kuriositäten vermittelt.

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