Wenn man Japanisch lernt, merkt man schnell: Diese Sprache steht nicht völlig für sich allein. Es gibt Gemeinsamkeiten mit Chinesisch, Englisch, Portugiesisch, Koreanisch und sogar mit einigen deutschen Wörtern. Genau das macht Japanisch so interessant. Es ist eine Sprache mit eigener Identität, aber auch mit vielen Spuren aus anderen Kulturen.
Wenn dich der Vergleich mit anderen ostasiatischen Sprachen interessiert, lohnt sich auch ein Blick auf unseren Artikel über den Unterschied zwischen Chinesisch und Japanisch. Und wenn du die Schrift besser verstehen willst, hilft dir auch unser Beitrag über das japanische Alphabet Hiragana und Katakana.

Japanisch und Chinesisch
Die offensichtlichste Verbindung ist die Schrift. Japanisch benutzt viele Kanji, also Zeichen chinesischen Ursprungs. Das bedeutet aber nicht, dass beide Sprachen gleich sind. Die Aussprache, die Grammatik und sogar die Reihenfolge der Wörter funktionieren ganz anders.
Deshalb denken viele zuerst, Japanisch und Chinesisch seien fast dasselbe. In Wahrheit teilen sie vor allem einen Teil der Schrift und einen Teil des Wortschatzes. Die Grammatik bleibt deutlich japanisch.

Japanisch und Portugiesisch
Portugiesisch klingt für Japaner oft nicht völlig fremd, weil es im Japanischen mehrere Lehnwörter portugiesischen Ursprungs gibt. Einige davon kamen über den historischen Kontakt mit Portugal ins Land. Wörter wie pan für Brot oder tabako für Tabak sind bekannte Beispiele.
Solche Wörter zeigen, wie stark Handel und Geschichte eine Sprache prägen können. Japanisch klingt dadurch nicht portugiesisch, aber einzelne Alltagswörter erinnern bis heute an diesen Kontakt.
Japanisch und Englisch
Der Einfluss des Englischen ist heute besonders sichtbar. Viele moderne Lehnwörter werden im Katakana geschrieben und klingen japanisch angepasst. Aus computer wird konpyuutaa, aus table wird teeburu, und aus salaryman wurde ein ganz eigener Ausdruck für den Büroangestellten.
Das Spannende daran ist, dass Japanisch diese Wörter nicht einfach kopiert. Es macht sie sofort zu etwas Eigenem. Genau deshalb sind Lehnwörter im Japanischen oft leichter zu erkennen, aber nicht immer so einfach zu verstehen, wie man zuerst denkt.
Japanisch und Koreanisch
Japanisch und Koreanisch sind keine verwandten Sprachen, teilen aber einige praktische Gemeinsamkeiten. Beide nutzen häufig die Satzreihenfolge Subjekt-Objekt-Verb, beide haben Höflichkeitsstufen, und beide arbeiten stark mit Partikeln bzw. kleinen grammatischen Markierungen.
Dazu kommt, dass beide Sprachen viele chinesische Lehnwörter enthalten. Wer Japanisch lernt, erkennt deshalb manchmal plötzlich Wörter oder Strukturen, die an Koreanisch erinnern. Trotzdem bleibt das Schriftsystem verschieden: Japanisch verwendet Kana und Kanji, Koreanisch Hangul.
Japanisch und Deutsch
Deutsch taucht im Japanischen an einigen überraschenden Stellen auf. Das bekannteste Beispiel ist arubaito, das aus dem deutschen Wort Arbeit stammt. Heute bedeutet es in Japan meistens Nebenjob oder Teilzeitjob.
Solche Beispiele sind zwar nicht zahlreich, aber sie zeigen, wie weit Sprachkontakte reichen können. Das Japanische hat also nicht nur Einflüsse aus Asien und dem Englischen aufgenommen, sondern auch einzelne Spuren aus europäischen Sprachen behalten.
Warum solche Ähnlichkeiten wichtig sind
Ähnlichkeiten machen das Lernen nicht automatisch leicht, aber sie können gute Anker sein. Wenn du schon Chinesisch, Koreanisch, Englisch oder sogar etwas Deutsch kennst, erkennst du im Japanischen manchmal Muster schneller. Genau diese kleinen Wiedererkennungen helfen beim Lernen oft mehr als man denkt.
Das bedeutet aber auch: Nicht alles, was ähnlich aussieht, funktioniert gleich. Gerade bei Kanji, Lehnwörtern und Grammatik lohnt es sich, genauer hinzusehen. Sonst wirkt die Sprache einfacher, als sie in der Praxis ist.
Wenn du Japanisch lernst, welche Sprache hilft dir deiner Meinung nach am meisten dabei: Chinesisch, Koreanisch, Englisch oder etwas ganz anderes?
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