Haben Sie schon einmal ein Buch, einen Manga oder sogar ein Foto in der Hand gehabt und sind auf ein Kanji gestoßen, bei dem Sie weder die Lesung kennen noch wissen, wie man es schreibt oder am Computer eintippt? In diesem Artikel helfen wir Ihnen, das Kanji zu finden und danach Bedeutung und Lesung nachzuschlagen.
Das kommt häufig vor, wenn wir nicht am Computer sitzen, sei es auf einem Straßenschild, in einem YouTube-Video, in einem Buch, einer Light Novel oder einem Manga.
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Text aus Foto, Google Lens und Live Text
Die erste Idee, die einigen in den Sinn kommt, ist Google Lens oder der Google Übersetzer selbst: mit der Kamera ein Foto machen und den Text auslesen lassen. Bei Lens markieren Sie den erkannten Text und kopieren ihn. Der Übersetzer zeigt die Übersetzung auf dem Bildschirm.

Das Foto zeigt, wie die Kamera 現金のみ erkennt und „cash only“ auf den Bildschirm setzt. Damit sehen Sie, was das Schild meint. Die Lesung げんきんのみ holen Sie im Wörterbuch, sobald der kopierte Text dort steht. Ähnliche Zeichen vertauscht die Erkennung leicht, deshalb lohnt der Vergleich mit dem Original.
Am iPhone, am iPad und am Mac kopiert Live Text den erkannten Text aus Fotos und aus vielen Bildern. Japanisch steht auf der Sprachenliste, die Apple für Live Text führt. Die Funktion sitzt unter Einstellungen, Allgemein, Sprache und Region. Klare Druckschrift auf einem Schild oder einer Seite kommt dabei gut an. Zierschrift, Handschrift und sehr kleine Kana am Kanji bleiben unsicher. Ein engerer Ausschnitt oder mehr Licht verbessert das Bild.
Das Kanji nachzeichnen
Wenn sich nichts kopieren lässt, bleibt die Suche über gezeichnete Striche. Auf Jisho.org liegt der Schalter Draw direkt neben Radicals. Sie zeichnen das Kanji mit der Maus oder dem Finger, und die Seite zeigt Vorschläge. Eine grobe Form reicht, solange die Proportion der Teile stimmt und die deutlichen Striche mitkommen. Erscheinen mehrere Vorschläge, vergleichen Sie sie mit dem Foto, bevor Sie eine Lesung übernehmen.
Radikale und Teile des Kanji
Manche Seiten lassen das Zeichen aus seinen Teilen zusammensetzen. Radikale sind die Bauteile, aus denen Kanji bestehen. Erkennen Sie zum Beispiel links die drei Tropfen von 氵 oder die Sonne 日, wählen Sie genau dieses Teil. Bei Jisho öffnen Sie Radicals und suchen das Kanji über seine Teile. Die Liste ist nach der Strichzahl sortiert. Nehmen Sie ein sicheres Stück zuerst und dann ein zweites, bis das Zeichen unter den Vorschlägen erscheint. Achten Sie darauf, nicht die falschen Radikale oder Teile auszuwählen.

Dieselbe Auswahl nach Teilen gibt es in vielen Wörterbüchern auf dem Handy, oft neben einer Fläche zum Nachzeichnen.
Lesung und Bedeutung am ganzen Wort prüfen
Mit dem gefundenen Zeichen ist die Lesung noch offen. Ein Kanji hat oft mehrere Lesungen, und die passende hängt am Wort daneben. Schlagen Sie die ganze Folge nach, das Zeichen zusammen mit den Kana oder Kanji rechts und links. Stehen kleine Kana neben dem Kanji, zeigen sie häufig die Lesung in diesem Text. Mangas setzen diese Kana manchmal für einen Effekt und weichen damit von der Wörterbuchlesung ab. Der Eintrag zeigt, welche Lesung außerhalb dieses Textes üblich ist.
Auf Schild und gedruckter Seite beginnen Sie mit der Kamera, auf dem Bildschirm mit Kopieren, und bei Handschrift oder einer Schrift, die die Kamera nicht liest, mit Nachzeichnen oder den Teilen. So wird aus dem Zeichen, das sich nicht eintippen ließ, eine Lesung, die zum Satz passt.





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