Sie kennen Onigiri wahrscheinlich schon oder sind ihnen zumindest irgendwo begegnet. Onigiri (お握り) sind japanische Reisbällchen, die meist in Nori eingewickelt werden. Die klassische Form ist dreieckig, aber auch runde, ovale oder andere Formen sind ganz normal. Der Name bedeutet sinngemäß etwas wie „von Hand geformtes Reisbällchen“.
Onigiri gibt es mit den unterschiedlichsten Füllungen. Zu den klassischen Varianten gehören gebratener Lachs, Umeboshi, Katsuobushi oder andere gesalzene und säuerliche Zutaten. Auch süße Varianten sind nicht ungewöhnlich.
Meist werden Onigiri aus weißem Reis, gewürztem Reis, gebratenem Reis, Osekihan oder Takikomi Gohan gemacht. Sushi-Reis verwendet man dafür normalerweise nicht, sonst wäre man schnell wieder beim Sushi.

Die Reisbällchen der Samurai
Die Ursprünge von Onigiri reichen weit zurück. Schon früh wurde Reis geformt, damit er sich unterwegs leichter mitnehmen und essen ließ. Später nutzten Samurai Reisbällchen als einfache Mahlzeit für längere Wege und Schlachten.
Vor der Verbreitung von Essstäbchen wurden Reisportionen ohnehin oft in kleine Formen gebracht, damit man sie leichter servieren konnte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus das Onigiri, das man heute aus Konbini, Restaurants und Supermärkten kennt.
Auch rund um den Namen gibt es eine volkstümliche Erzählung. Eine Legende verbindet „Onigiri“ mit der Geschichte von Oni Taro, einem großen Mann, der einem Dämon ein Reisbällchen gemacht haben soll, um dessen Hunger zu stillen.

Arten von Onigiri und Füllungen
Heute haben Onigiri den Weg vom Feld und der Reiseverpflegung bis in den Alltag gefunden. In Japan sind sie in Konbini, Restaurants und Supermärkten so selbstverständlich wie Sandwiches im Westen.
Onigiri können mit vielen verschiedenen Zutaten gefüllt werden. Die Vielfalt reicht von Fisch und Fleisch bis zu Gemüse, Käse und sogar ungewöhnlicheren Varianten. Die Auswahl ist im Grunde nur durch die Fantasie begrenzt.
Zu den beliebtesten Arten von Onigiri und Füllungen in Japan gehören:
- Lachs oder Lachs mit Mayonnaise
- Tsuna Mayo (Thunfisch mit Mayonnaise)
- Ikura (gesalzene Lachseier)
- Huhn, gebratenes Huhn oder Huhn mit Mayonnaise
- Tarako (gesalzene Kabeljaueier)
- Mentaiko (Kabeljau- oder Pollock-Eier, in Chilisauce mariniert)
- Umeboshi (eingelegte japanische Pflaume)
- Konbu (getrockneter Seetang)
- Nur Reis (leicht gesalzen)
- Nikumaki (mit Schweinefleisch oder anderem Fleisch)
- Omelett
- Katsuo (getrockneter Bonito)
- Tempura
- Furikake
- Takikomi Gohan (gedämpfter Reis mit Gemüse, Fisch oder Fleisch)
- Unagi (Aal)
- Tsukudani (Meeresfrüchte, Fleisch oder Algen, gekocht in Sojasoße und Mirin)
- Shiokara (gesalzene und fermentierte Fleisch- und Meeresfrüchte)

Gegrilltes Onigiri
Onigiri können in vielen verschiedenen Formen hergestellt werden, aber die beliebteste ist das Dreieck. Es gibt aber auch quadratische, runde, ovale und sogar tierförmige Varianten.
Eine andere bekannte Form ist Yaki Onigiri. Dabei werden die Reisbällchen über dem Feuer mit Butter und Sojasoße gegrillt, bis sie außen goldbraun und knusprig sind.

Videos über Onigiri
Zum Abschluss können Sie sich die Videos unten ansehen. Sie zeigen noch etwas mehr über die verschiedenen Onigiri-Varianten und ihren Alltag in Japan.
Das folgende Video zeigt traditionelles Onigiri.
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