Das Wort mendokusai wird in der japanischen Sprache häufig verwendet. Vielleicht hast du es in einem Anime oder Manga gehört oder einfach nur bemerkt, wie andere Leute diesen Ausdruck benutzen. Gemeint ist der Moment, in dem eine Sache so viel Aufwand macht, dass einem die Lust fehlt.
Das Wort wird mendōkusai [面倒くさい] geschrieben, auch als 面倒臭い, und wörtlich gelesen klingt es nach „stinkt nach Problemen“: mendō steht für Mühe, und die Nachsilbe kusai gibt den Beigeschmack „wirkt ganz danach“. Die Nachsilbe schreibt man [臭い], wenn der Geruch selbst gemeint ist. 面倒 ist eine Ateji-Schreibung mit den Kanji 面 und 倒. Im digitalen Daijisen geht das Wort auf 目どうな zurück: Schon das Hinsehen wirkt unnütz, und die Zeichen folgen dem Klang.
Viele benutzen dieses Wort, wenn sie etwas nicht tun wollen oder es eine Plage ist, eine bestimmte Handlung ausführen zu müssen, weil etwas anstrengend und mühsam ist. Das heißt: Sie spüren den Gestank einer ärgerlichen und umständlichen Aufgabe. Auch eine kleine Aufgabe nennt man so, sobald sich der Aufwand nicht lohnt.

Wie man mendokusai auf Deutsch sagt
Wenn wir das Wort mendokusai ins Deutsche übersetzen, kommen diese Formulierungen dem Gebrauch am nächsten:
- Lästig;
- Ärgerlich;
- Anstrengend;
- Nervig;
- Mühsam;
- Umständlich;
- Ich habe keine Lust, das zu tun.
Das japanische Wort für Langeweile ist つまらない, das für schwierig 難しい. 面倒くさい meint den Aufwand, der einem zu viel wird, auch bei einem Menschen: あの人は面倒くさい beschreibt jemanden, dessen Umgang Umstände macht.
Vor allem junge Männer verwenden oft den Ausdruck mendokusee [面倒くせー], wobei die Endung -see [せー] eine Stimmung von Rebellion, Informalität und Unhöflichkeit erzeugt. Shikamaru Nara aus Naruto verwendet den Ausdruck mendokusee häufig. Diese Form lebt in der lässigen Umgangssprache. Es gibt auch einen Manga, der diesen Ausdruck trägt, mit dem Titel Omae-ra zen'in mendokusai [お前ら全員めんどくさい!] von TOBI. Der Titel meint Menschen, die im Umgang anstrengend sind.
Obwohl wir im Artikel oft kein u zwischen mendou und kusai schreiben, erinnern wir daran, dass die Wörterbuchform mendōkusai [めんどうくさい] lautet. Im gesprochenen Japanisch fällt das う häufig weg, deshalb hört und schreibt man mendokusai [めんどくさい]. Wörterbücher führen beide Schreibungen als dasselbe Adjektiv.
Als ich über dieses Thema recherchierte, entdeckte ich auch mendō o miru [面倒を見る], sich um jemanden zu kümmern. Im digitalen Daijisen steht bei 面倒 dafür die Bedeutung Betreuung, etwa in 「この子の面倒をお願いします」 und bei 「後輩の面倒を見る」. Dieselbe Wortwurzel trägt hier die feste Wendung für die Sorge um ein Kind, einen jüngeren Kollegen oder einen Kranken.
Im Anime und auf der Straße sagst du めんどくさい oder, in der rauen Variante, めんどくせー. Sobald jemand die Betreuung übernimmt, gilt die Wendung 面倒を見る.






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