Wer in Japan zum Arzt muss oder medizinisches Japanisch für den Alltag lernen will, profitiert am meisten von einem Wortschatz, der wirklich in Kliniken, Apotheken und auf Schildern vorkommt. Genau darum geht es hier: nicht um schweres Fachchinesisch, sondern um die Begriffe, die man beim Arztbesuch, in der Notaufnahme oder beim Lesen eines Rezepts tatsächlich wiedererkennt.
Viele Lernende kennen schon allgemeine Wörter wie nihongo oder alltägliche Redewendungen, stolpern aber über Schilder wie 内科 oder 歯科. Wenn du schon unseren Artikel über das Gesundheitssystem und Krankenhäuser in Japan gelesen hast, ist diese Liste die praktische Ergänzung dazu: Hier lernst du, was die Begriffe im echten Sprachgebrauch bedeuten.
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Wichtige Grundbegriffe aus Medizin und Gesundheit
Diese Wörter tauchen besonders oft auf, wenn es um Untersuchungen, Behandlungen und Krankenhausalltag geht. Es lohnt sich, sie zuerst zu verinnerlichen.
- 病院 (byōin) – Krankenhaus
- クリニック (kurinikku) – Klinik oder kleine Praxis
- 医者 (isha) – Arzt
- 看護師 (kangoshi) – Krankenpfleger oder Krankenschwester
- 薬 (kusuri) – Medizin, Arznei
- 薬局 (yakkyoku) – Apotheke
- 診察 (shinsatsu) – Untersuchung, ärztliche Sprechstunde
- 診断 (shindan) – Diagnose
- 治療 (chiryō) – Behandlung
- 手術 (shujutsu) – Operation
- 注射 (chūsha) – Spritze, Injektion
- 症状 (shōjō) – Symptom
- アレルギー (arerugī) – Allergie
Wie medizinische Fachrichtungen auf Japanisch aufgebaut sind
Ein nützliches Muster aus der SERP ist das Zeichen 科 (ka). Es erscheint auf vielen Klinikschildern und bedeutet sinngemäß „Fachbereich“ oder „Abteilung“. Wenn du dieses Muster erkennst, kannst du viele Schilder schon ohne perfekte Sprachkenntnisse besser lesen.
- 内科 (naika) – Innere Medizin
- 外科 (geka) – Chirurgie
- 歯科 (shika) – Zahnmedizin
- 眼科 (ganka) – Augenheilkunde
- 耳鼻咽喉科 (jibiinkōka) – Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
- 皮膚科 (hifuka) – Dermatologie
- 小児科 (shōnika) – Kinderheilkunde
Gerade 内科 und 外科 solltest du dir merken, weil sie auf Schildern besonders häufig vorkommen. Auch 歯科 und 眼科 sind typische Beispiele, die in Japan selbst auf kleinen Praxisschildern sofort ins Auge fallen.
Häufige Beschwerden und Gesundheitswörter
Für den Arztbesuch reichen oft schon ein paar klare Begriffe. Damit kannst du Symptome benennen oder besser verstehen, worüber gesprochen wird.
- 熱 (netsu) – Fieber
- 頭痛 (zutsū) – Kopfschmerzen
- 咳 (seki) – Husten
- 腹痛 (fukutsū) – Bauchschmerzen
- 病気 (byōki) – Krankheit
- 感染 (kansen) – Infektion
- 炎症 (enshō) – Entzündung
- リハビリ (rihabiri) – Rehabilitation
Wenn du dich auch für schwerere Krankheitsbegriffe interessierst, findest du im Beitrag über die ansteckendsten und tödlichsten Krankheiten in Japan weiteren thematischen Wortschatz. Für den Alltag sind die Begriffe hier aber deutlich nützlicher, weil sie beim ersten Arztgespräch viel eher fallen.
Nützliche Sätze für den Arztbesuch in Japan
Neben einzelnen Wörtern helfen ein paar feste Sätze, um Beschwerden schnell auf den Punkt zu bringen. Schon einfache Formulierungen wirken in der Praxis oft besser als eine lange, unsichere Erklärung.
- 熱があります。 – Ich habe Fieber.
- 微熱があります。 – Ich habe leichtes Fieber.
- 2日前から熱があります。 – Ich habe seit zwei Tagen Fieber.
- 気分が悪いです。 – Mir ist übel oder ich fühle mich schlecht.
- 体がだるいです。 – Mein Körper fühlt sich schwer an, ich bin schlapp.
Gerade diese Art von Sätzen ist nützlich, weil sie nicht nur Wörter isoliert zeigen, sondern direkt den typischen Patientenkontext abdecken. Wenn du beim Lernen lieber hörst als liest, hilft das folgende Video zusätzlich beim Einprägen von Aussprache und Situation.
So lernst du medizinisches Japanisch sinnvoll
Am besten lernst du diesen Wortschatz nicht als trockene Liste, sondern in kleinen Gruppen: erst Orte wie 病院 und 薬局, dann Personen wie 医者 und 看護師, danach Symptome und typische Sätze. So erkennst du die Wörter schneller wieder, wenn du in Japan plötzlich ein Schild lesen oder ein Problem erklären musst.
Praktisch ist auch, auf das Zusammenspiel von Kanji, Aussprache und Situation zu achten. Wer zum Beispiel weiß, dass viele Fachrichtungen auf 科 enden, kann aus einem unbekannten Schild oft schon die grobe Richtung ableiten. Genau solche kleinen Muster machen medizinisches Japanisch viel zugänglicher, als es auf den ersten Blick wirkt.
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