Sind Sie begeistert von der Kultur und Sprache Asiens wie Japanisch, Chinesisch oder Koreanisch? Vielleicht möchten Sie sich ein Symbol oder Ideogramm wie ein Kanji oder Hanzi tätowieren lassen und wissen noch nicht, welches Zeichen das richtige ist. Diese Unsicherheit ist verständlich, denn viele Wörter haben mehrere Zeichen mit unterschiedlichen Nuancen.
Viele Fans der japanischen Sprache und Kultur lassen sich Wörter in Kanji tätowieren. Die Auswahl fällt schwer, weil ein und dasselbe Zeichen je nach Sprache und Kontext anders gelesen werden kann.
Ideogramme für Tätowierungen finden
Ein zuverlässiger Weg beginnt bei einem Wörterbuch. Wählen Sie zuerst ein Wort, das für Sie persönlich eine Bedeutung hat, und suchen Sie es in einem Japanisch-Wörterbuch wie jisho.org. Notieren Sie die Zeichen und Lesungen, die dort angegeben werden. Ein einzelnes Zeichen steht oft für mehrere Begriffe, und viele Aussagen entstehen erst aus der Kombination von zwei Zeichen.
Auch die Schreibweise ist eine Entscheidung: Chinesische Zeichen gibt es in einer traditionellen Form (Langzeichen), die vor allem in Taiwan und Hongkong verwendet wird, und in einer vereinfachten Form (Kurzzeichen), die in Festlandchina und Singapur üblich ist. In Japan heißen die Zeichen Kanji, in Korea Hanja; dort werden sie vor allem in Ortsnamen, buddhistischen Texten und Personennamen verwendet.
Ein konkretes Beispiel ist 平和 (heiwa): Im Japanischen bedeutet das Zeichen „Frieden“. Im Chinesischen lautet das Wort für Frieden 和平 (hé píng), während 平和 (píng hé) dort einen sanften und ausgeglichenen Menschen beschreibt. Lassen Sie Ihren Vorschlag deshalb von einem Muttersprachler gegenlesen, bevor Sie einen Termin vereinbaren. Wie Sie typische Fehler bei Kanji-Tattoos vermeiden, erklärt auch unser Artikel zur Bedeutung von Tätowierungen in Japan.

Häufig tätowierte Ideogramme
Die folgenden Zeichen gehören zu den häufigsten Motiven. Viele davon werden im Japanischen und im traditionellen Chinesischen ähnlich verwendet, die Bedeutung kann im Detail aber abweichen. Eine größere Auswahl finden Sie in unserer Liste mit 60 japanischen Wörtern für Tattoos.
- Liebe (愛): 愛 zählt zu den beliebtesten Motiven. Das Zeichen drückt Zuneigung und Zärtlichkeit aus und lässt sich auf einen Menschen, ein Hobby oder einen Ort beziehen.
- Mut (勇): 勇 steht für Tapferkeit und Entschlossenheit. Es passt zu Motiven, die zeigen, wie jemand Herausforderungen annimmt und Hindernisse überwindet.
- Gleichgewicht (平衡): 平衡 (heikō) bedeutet Gleichgewicht und Gleichmaß. Das Zeichenpaar steht für Harmonie zwischen Lebensbereichen wie Arbeit und Freizeit oder Körper und Geist.
- Weisheit (智): 智 umfasst Klugheit, Scharfsinn und Wissen. Es eignet sich für Motive, die Lernen und Erkenntnis betonen.
- Kraft (力): 力 (chikara) bedeutet Kraft. Es steht für Entschlossenheit und Ausdauer, aber auch für körperliche Energie und innere Stärke.
- Freiheit (自由): 自由 (jiyū) heißt Freiheit. Das Zeichenpaar drückt Selbstbestimmung und Unabhängigkeit aus, im Denken wie in der Lebensführung.
- Frieden (平和): 平和 (heiwa) ist das japanische Wort für Frieden. Es steht für Ruhe, Harmonie und ein Leben ohne Konflikte.
- Glück (運): 運 bedeutet Glück und Schicksal. Als Motiv wird es mit Hoffnung und einer positiven Wendung verbunden.
- Respekt (敬): 敬 signalisiert Achtung und Respekt. Es drückt Ehrerbietung gegenüber Menschen, der Natur und Traditionen aus.
- Freundschaft (友): 友 (tomo) heißt Freund. Das Zeichen steht für Verbundenheit und Kameradschaft; die Kombination 友情 (yūjō) bedeutet Freundschaft.
Achten Sie bei der Umsetzung auf einen Tätowierer, der Erfahrung mit Schriftzeichen hat, denn bei Kanji, Hanzi und Hanja kommt es auf Strichführung und Proportionen an. Bringen Sie eine klare Vorlage mit und sprechen Sie Größe und Platzierung vorher ab. Wer ein größeres Motiv plant, findet in unserem Überblick zur Yakuza-Tätowierung Hintergründe zur japanischen Tattoo-Kultur.





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