Dango Daikazoku – Text, Übersetzung und Bedeutung

Dango Daikazoku – Text, Übersetzung und Bedeutung

Das Ending von Clannad Zeile für Zeile: japanischer Text, Romaji und was die große Dango-Familie eigentlich sagt.

Sechs Mal hintereinander dango – und die Melodie sitzt. Dango Daikazoku (だんご大家族) heißt wörtlich „große Dango-Familie“ und klingt zuerst wie ein Kinderlied über Reisklößchen. Im Abspann von Clannad wird daraus das Stück, an das sich viele erst erinnern, wenn Nagisa wieder „Dango, dango…“ summt.

Gesungen hat es Chata. Der Text zählt Yakidango, An-Dango und Tsukimi-Dango auf, als wären sie Verwandte. Wer die Zeilen auf Japanisch mitliest, merkt: jede Sorte trägt eine kleine Figur – frech, sanft, verträumt. Genau diese Zeilen lassen sich Vokabel für Vokabel aufklappen.

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Geschichte und Ursprünge

Text und Melodie stammen von Jun Maeda; das Arrangement hat Takumaru gemacht. Das Stück erschien am 26. Oktober 2007 auf der Single Mag Mell / Dango Daikazoku bei Key Sounds Label. Chata, eine Sängerin, die oft an Visual-Novel- und Anime-Soundtracks mitwirkt, übernimmt die Stimme.

Die Geschichte selbst ist älter. Clannad kam 2004 als Visual Novel von Key heraus; 2007 adaptierte Kyoto Animation die erste Staffel als Anime. „Dango Daikazoku“ wurde dort der Abspann – und hängt fest an Nagisa Furukawa, deren Lieblingssüßigkeit Dango ist. Die Melodie greift Nagisas Thema auf; wer das Spiel oder den Anime kennt, hört die Figur schon im Refrain, bevor der Name fällt.

Bedeutung und Themen

Dango Daikazoku übersetzt sich grob als „die große Familie der Dango“. Dango sind kleine Klöße aus Reismehl, oft zu dritt oder viert auf einem Spieß. Im Lied werden die Sorten zu Verwandten: ein freches gegrilltes Dango, ein sanftes mit Anko, ein verträumtes Tsukimi-Dango, ein gestelztes Sesam-Dango, vier Kleine am Spieß, ein Baby, ein Großvater.

Dango Daikazoku (だんご大家族) ist der Clannad-Abspann, in dem Dango-Sorten als Familienmitglieder auftreten: jeder Kloß hat Charakter, und zusammen ergeben sie eine „Hundert-Personen-Familie“.

Die Wärme kommt nicht aus großen Worten. Der Text zählt Alltag auf – Hände halten, eine Stadt bauen, lachen – und rollt am Ende Freude und Trauer in dieselbe Kugel. Wer kazoku schon als Vokabel kennt, merkt hier den Unterschied: daikazoku ist nicht die Kernfamilie, sondern die große, leicht chaotische Sippe.

Im Anime

Nagisa singt das Lied oft selbst. Sie erklärt Fūko, wie wunderbar die Dango-Familie sei – und Fūko macht daraus sofort ein eigenes Seestern-Lied. In einer anderen Folge findet Nagisa ein altes Dango-Spielzeug im Schuppen und summt so fröhlich, dass ihr Vater Akio sie dafür aufzieht. Später will sie das Stück sogar auf der Bühne zu Ende singen, ganz ohne Rücksicht darauf, wie unspektakulär das wirkt.

Deshalb klebt der Refrain an der ersten Staffel. Es ist kein pathetischer Abspann über Schicksal. Es ist das Lied, das eine schüchterne Figur mitnimmt, wenn sie von Familie spricht – und das Publikum später mitnimmt, wenn dieselbe Melodie anders klingt.

Übersetzung und Studium

だんご だんご だんご だんご だんご だんご 大家族 (2x)
dango dango dango dango dango dango daikazoku

Große Dango-Familie

  • だんご = 団子 = Dango, die japanische Süßigkeit;
  • 大家族 – große Familie, Großfamilie;
やんちゃな焼きだんご 優しい餡だんご
yancha na yakidango yasashii an dango

Ein freches Yakidango, ein sanftes An-Dango

  • やんちゃ – frech, unartig, ein kleiner Schlingel
  • 焼きだんご – gegrilltes Dango
  • 優しい – sanft, liebevoll, gütig
  • 餡だんご – Dango mit Anko, der süßen Bohnenpaste
すこし夢見がちな月見だんご
sukoshi yumemigachi na tsukimi dango

Ein Tsukimi-Dango, das ein wenig zum Träumen neigt

  • すこし – ein wenig
  • 夢見がち – verträumt, zum Träumen geneigt
  • 月見 – den Mond betrachten (Tsukimi)
おすましごまだんご 4つ子串だんご
osumashi goma dango yottsu-ko kushi dango

Ein gestelztes Sesam-Dango, vier kleine Dango am Spieß

  • おすまし – steif-fein, „ganz manierlich“, leicht eingebildet
  • ごま – 胡麻 – Sesam
  • 4つ子 – vier Kinder / Vierlinge
  • 串 – Spieß
みんな みんな あわせて 100人家族
minna minna awasete hyakunin kazoku

Alle zusammen ergeben eine Familie von hundert

  • みんな – alle
  • あわせて – zusammen, insgesamt
  • 100人家族 – Hundert-Personen-Familie
赤ちゃんだんごは いつも幸せの中で
akachan dango wa itsumo shiawase no naka de

Das Baby-Dango ist immer mitten im Glück

  • 赤ちゃん – Baby
  • いつも – immer
  • 幸せ – Glück
  • 中 – innen, mittendrin
年寄りだんごは 目を細めてる
toshiyori dango wa me o hosometeru

Das alte Dango kneift die Augen zusammen

  • 年寄り – alter Mensch
  • 目 – Augen
  • 細めてる – die Augen zusammenkneifen, oft beim zufriedenen Lächeln
仲良しだんご 手をつなぎ 大きなまるい輪になるよ
nakayoshi dango te o tsunagi ōkina marui wa ni naru yo

Die befreundeten Dango halten sich an den Händen und werden zu einem großen, runden Kreis

  • 仲良し – enge Freunde
  • 手をつなぎ – sich an den Händen halten
  • 大きな – groß
  • まるい輪 – runder Ring, Kreis
町を作り だんご星の上 みんなで笑いあうよ
machi o tsukuri dango-boshi no ue minna de waraiau yo

Sie bauen eine Stadt auf dem Dango-Stern und lachen alle zusammen

  • 町 – Stadt, Ort
  • 作り – machen, bauen
  • 星 – Stern
  • 上 – oben, darauf
  • 笑いあう – miteinander lachen
うさぎも空で手を振って見てる でっかいお月さま
usagi mo sora de te o futte miteru dekkai otsuki-sama

Auch der Hase winkt am Himmel und schaut zu – du riesiger Mond

  • うさぎ – Hase
  • 空 – Himmel
  • 手を振って – winken
  • 見てる – zuschauen
  • でっかい – riesig
  • お月さま – Mond (höfliche, kindliche Form)

In Japan sitzt im Mond oft ein Hase, der Mochi stampft. Die Zeile muss man nicht zur Folklore-Vorlesung machen – aber usagi und otsuki-sama stehen nicht zufällig nebeneinander.

嬉しいこと 悲しいことも 全部丸めて
ureshii koto kanashii koto mo zenbu marumete

Die schönen Dinge und die traurigen auch – alles zusammenrollen

  • 嬉しい – froh, glücklich
  • こと – Dinge
  • 悲しい – traurig
  • 全部 – alles
  • 丸めて – zusammenrollen, zu einer Kugel formen

Marumeru ist dieselbe Bewegung wie beim Dango-Machen: man nimmt den Teig in die Hand und rollt ihn rund. Freude und Trauer werden hier nicht erklärt. Sie werden zum Klößchen.

Ab hier kehrt das Lied zum Refrain zurück, also erklären wir ihn nicht noch einmal. Es endet mit:

lalala・・・・・ララララ。。。
だんご だんご だんご だんご だんご だんご 大家族 (4x)
Quellen und nützliche Links

Über den Autor

Kevin Henrique

Spezialist mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in asiatischer Kultur, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Spiele. Autodidakt, Autor und Reisender, der Japanisch, Reisetipps und tiefgehende Kuriositäten vermittelt.

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