Naita Aka Oni (泣いた赤鬼) ist eine Kindergeschichte von Hirosuke Hamada. Ein roter Oni will mit den Kindern aus dem nahen Dorf befreundet sein. Sein Freund, der blaue Oni, schlägt den Weg vor.
Hamada veröffentlichte sie 1933. Im August stand sie in der Zeitschrift Kashikoi Shōgaku Ninensei unter dem Titel „Oni no sōdan“. 1934 erschien sie als „Oni no namida“. Den Titel 泣いた赤鬼 trägt sie seit 1937. Hamada bleibt der Autor, auch dort, wo man die Geschichte wie eine alte Sage weitergibt.
Oni (鬼) ist das japanische Wort für diese Gestalt. Deutsche Nacherzählungen sagen dafür oft Oger oder Dämon. Auf dem Bild sitzt links ein blauer Oni aus einem alten Gemälde. Rechts stehen Goz und Mez aus Dragon Ball neben dem kleinen Son-Goku, einer in Blau, einer in Rot, beide im Shirt mit der Aufschrift Hell. In der Serie bewachen die beiden die Hölle. Mehr zu Oni bei Festen, in Höllenbildern und in älteren Erzählungen steht im Artikel über Oni in der japanischen Mythologie.

Inhalt 3
Das Schild vor dem Haus
In einem Berg lebte ein freundlicher roter Oni, allein. Er wollte, dass die Kinder aus dem Dorf zu ihm kommen. Dafür stellte er ein Schild vor sein Haus:
- Hier wohnt ein gutherziger Oni.
- Jeder darf kommen.
- Es gibt süßes Gebäck, und der Tee ist schon aufgesetzt.
Japanisch steht auf dem Schild: „心のやさしい鬼のうちです。どなたでもおいでください。おいしいお菓子がございます。お茶も沸かしてございます.“ Es kam niemand. Die Leute fürchteten ihn. Er wurde traurig, dann wütend und riss das Schild aus dem Boden.
Da besuchte ihn der blaue Oni. Der Plan kam von ihm. Er würde ins Dorf gehen und toben. Der rote Oni würde dazukommen und ihn aufhalten. So würden die Menschen sehen, dass der rote Oni freundlich ist. Dem roten Oni war das unangenehm, weil der Freund sich dafür vor allen als der böse Oni zeigen sollte. Der blaue Oni ließ nicht locker und nahm ihn mit.
Im Dorf lief es so, wie der blaue Oni es gesagt hatte. Er griff die Leute an, der rote Oni stellte sich dazwischen und schützte sie. Danach trauten sich die Kinder zu ihm. Sie kamen spielen, Tag für Tag.

Der Zettel an der Tür
Dem roten Oni fehlte trotzdem der Freund. Nach dem Plan kam der blaue Oni nicht mehr vorbei. Der rote Oni wusste, dass er die Kinder seinetwegen bei sich hatte, und ging zu ihm, um zu erzählen, wie es gelaufen war. Die Tür war fest zu. Daneben hing ein Zettel.
Der blaue Oni bat ihn, mit den Menschen gut und fröhlich zu leben. Wenn man die beiden weiter zusammen sähe, könnten die Leute auch den roten Oni für einen bösen Oni halten. Deshalb mache er sich auf eine lange Reise. Vergessen werde er ihn nicht. Der rote Oni solle auf sich achtgeben. Freund bleibe er, wohin der Weg auch führe. Unterschrieben war der Zettel mit „blauer Oni“.
Der rote Oni las den Zettel zwei- oder dreimal und weinte. Seine Tränen konnten das, was passiert war, nicht mehr ungeschehen machen.
Was der Abschied übrig lässt
Der rote Oni hat die Lücke gemerkt und ist hingegangen. Der blaue Oni geht, damit die Kinder bleiben und niemand die beiden zusammen sieht.
Rote Haut und Hörner führen leicht zu einer anderen Geschichte. In Darling in the Franxx liest Zero Two als Kind das Bilderbuch „Das Biest und der Prinz“. Die Bilder gehören zu ihr und zu Hiro. Auf dem Standbild ist sie den Tränen nahe, mit roter Haut, weißem Haar und Hörnern. Zero Two weint dort aus einem anderen Grund.

Der Manga Monster hat ebenfalls ein Bilderbuch im Mittelpunkt, das namenlose Monster. 2011 kam Hamadas eigene Geschichte ins Kino, als 3D-Film unter dem Titel „friends: Mononoke-jima no Naki“, von Takashi Yamazaki und Ryūichi Yagi.
Eine andere Erzählung auf dieser Seite ist die Geschichte vom alten Mann, der Bäume blühen ließ. Dort bringt eine Geste verdorrte Bäume zum Blühen. In Hamadas Geschichte bleiben die Kinder, und der Freund, der das möglich gemacht hat, ist schon auf der Reise.






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