Japanische Referenzen in Star Wars

Ein paar Details reichen aus, um die japanische Spur in Star Wars sofort zu erkennen.

Es ist kaum vorstellbar, dass jemand Star Wars nie gesehen oder davon gehört hat. Schließlich handelt es sich um eines der größten Film-Franchises aller Zeiten und gehört für viele Fans seit Jahren zum Leben dazu. Aber wussten Sie, dass sich in Star Wars auch zahlreiche Bezüge zur japanischen Kultur finden lassen?

Natürlich greift Star Wars auf viele Völker und Kulturen aus der ganzen Welt zurück. Besonders auffällig sind jedoch die Einflüsse aus Japan. Einer der bekanntesten ist der charakteristische Helm von Darth Vader, dessen Form an den Kabuto, den Helm der Samurai, erinnert.

Das ist nur eines der bekanntesten Beispiele für Elemente der Saga, die von der japanischen Kultur inspiriert wurden. Es gibt noch viele weitere Charaktere, Namen und Kleidungsstücke aus dem Franchise, die Verbindungen zu Japan haben. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die wichtigsten japanischen Referenzen in Star Wars.

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Darth Vader und die Samurai

Beginnen wir mit dem berühmtesten Charakter der Saga, der besonders viele Samurai-Bezüge trägt: Darth Vader. Bei der Gestaltung seiner Erscheinung sprachen George Lucas und der Art Director Ralph McQuarrie darüber, wie der Bösewicht wirken sollte.

Inspiriert von den japanischen Samurai entschieden sie sich dafür, dass er neben dem bereits erwähnten Helm auch eine Maske tragen würde, die von einer Metallmaske namens Menpo beeinflusst wurde. Diese Metallmasken waren den angesehensten Kriegern Japans vorbehalten und konnten Dämonen, wilde Tiere oder Geister darstellen.

Außerdem trägt er einen Umhang, der an die Kleidung der Samurai erinnert, die im Kampf auch dazu diente, den Gegner zu verwirren und die Bewegungen der Beine besser zu verbergen.

Japanische Referenzen in Star Wars

Die Kampfkünste

Nun geht es um die Kampfkünste, die in den Filmen verwendet werden. Auch hier zeigen sich wieder die Samurai, denn die Jedi ähneln ihnen in vielerlei Hinsicht. Dazu gehören die völlige Loyalität gegenüber dem Meister und die fast religiöse Beziehung zur Waffe, die sie im Kampf benutzen. Darüber hinaus lässt sich erkennen, dass die von den Jedi verwendete Kampfkunst derselben Grundidee folgt wie die der Samurai.

Gemeint ist Kendo, die Kampfkunst, die sowohl in Star Wars als auch von Samurai verwendet wurde. Diese Disziplin erreichte in Japan zwischen der Kamakura- und der Muromachi-Zeit ihren Höhepunkt und diente den Samurai zur geistigen und mentalen Verfeinerung. Genau diese Eigenschaften sind auch für einen Jedi entscheidend.

Wer Kendo übt, kann die Bewegungen der Filmfiguren leicht wiedererkennen. So führt Lord Vader viele seiner Angriffe aus einer Position aus, die als Hasso bezeichnet wird, also mit dem Schwert nahe am Kopf. Andere Figuren wie Qui-Gon Jinn, Obi-Wan und Luke verwenden ebenfalls Haltungen wie Chudan, Jodan, Gedan und Waki. Selbst die Art, wie das Lichtschwert gehalten wird, erinnert an Beschreibungen aus der japanischen Kampfkunst.

Japanische Referenzen in Star Wars
Kendo-Kampf

Königin Amidala

Der Einfluss Japans in Die dunkle Bedrohung prägte das Aussehen mehrerer Figuren stark, besonders das von Königin Amidala, gespielt von Natalie Portman, die später Anakin Skywalkers Frau und Mutter von Leia und Luke werden sollte.

Die Wahl ihrer Kleidung, eines grauen Kimonos, war kein Zufall. Das Kostüm trug dazu bei, das Treffen zwischen Königin Amidala und Senator Palpatine zu einer sehr besonderen Zeremonie zu machen. Mit dieser Kleidung vermittelt Amidala das Bild einer souveränen Königin.

Paul Engelen, der Leiter des Make-up-Teams des Films, kommentierte das Aussehen der Figur so: „Wir haben viele Einflüsse kombiniert, um das Aussehen der Königin zu gestalten. Das orientalische Erscheinungsbild überwiegt: die weiße Grundierung, der rote Mund und die aufwendige Frisur“, was an eine Geisha erinnert.

Star Wars - japanische Referenzen in Star Wars
Referenzen an Japan in Star Wars

Darth Maul

Der letzte Charakter auf unserer Liste dürfte Fans auf der ganzen Welt begeistern: Darth Maul, gespielt von Ray Park. Schon vor seinem Debüt in Japan war diese Figur ein Erfolg. T-Shirts, Figuren und viele andere Produkte mit seinem Motiv waren schnell zu finden.

Das Geheimnis dieses Erfolgs liegt jedoch weniger in seiner Haltung als vielmehr in seinem Aussehen. Die schwarze und rote „Tätowierung“ zusammen mit den vielen Hörnern auf seinem Kopf lässt Maul fast wie einen Dämon wirken. Und in Japan erinnert das an das Gesicht der Oni-Masken.

Die Oni-Masken gehen auf eine alte japanische Legende zurück, nach der Menschen, die ohne angemessenes Begräbnis starben, zu Dämonen wurden.

Das Wort wurde außerdem für Menschen verwendet, die keine Anhänger des Buddhismus waren oder der Sünde der Völlerei verfielen. Wer so lebte, fiel in die Hölle des Hungers und wurde zu einem Gaki, also einem Hungeroni.

Star Wars - japanische Referenzen in Star Wars
Kevin Henrique

Kevin Henrique

Spezialist mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in asiatischer Kultur, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Spiele. Autodidakt, Autor und Reisender, der Japanisch, Reisetipps und tiefgehende Kuriositäten vermittelt.

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