Es kann eine seltsame Frage sein, und trotzdem stellen sie viele Leute. Die einen wollen wissen, ob es Japanerinnen und Japaner mit dunkler Haut gibt. Die anderen suchen ein Rind mit schwarzem Fell, das Japanese Black.
Ich schreibe ungern über Hautfarben, weil manche daraus nur Streit über Rassismus machen. Lesen Sie den Text als Auskunft. Niemand ist wegen der Haut besser als ein anderer. Wie Schwarze in Japan behandelt werden, steht gesondert im Artikel über Vorurteile gegen Schwarze in Japan.
Inhalt 4
Wer in Japan als japanisch gilt
Japanisch ist hier zuerst ein Pass. Nach Artikel 2 des Staatsangehörigkeitsgesetzes ist ein Kind japanisch, wenn bei der Geburt der Vater oder die Mutter japanische Staatsangehörige sind. Daneben gibt es die Einbürgerung, mit Erlaubnis des Justizministers.
Im Alltag fällt oft das Wort Hāfu (ハーフ), aus dem englischen Wort half. Es bezeichnet Menschen mit einem japanischen und einem weiteren Elternteil. Am Gesetz ändert dieses Wort nichts.

Ariana Miyamoto kam am 12. Mai 1994 in Sasebo, Präfektur Nagasaki, zur Welt. Die Mutter ist Japanerin, der Vater Afroamerikaner. 2015 wurde sie Miss Universe Japan, die erste Hāfu mit diesem Titel, und bei Miss Universe kam sie unter die ersten zehn. Nach dem Sieg schrieben manche, sie sehe nicht japanisch genug aus, um das Land zu vertreten. Geboren ist sie in Japan, und die Mutter ist japanisch.
Jun Soejima, 副島淳, wurde am 18. Juli 1984 in Ōta in Tokio geboren und wuchs in Urayasu auf. Er ist Schauspieler und Fernsehmoderator, Sohn einer Japanerin und eines Amerikaners, mit dunkler Haut. Er hat erzählt, dass ihm Leute Englisch zutrauten, nur weil sein Aussehen nicht ins übliche Bild passte, und dass er als Kind wegen der Herkunft gehänselt wurde. Japanisch ist die Sprache, in der er aufgewachsen ist.
Abdul Hakim Sani Brown, geboren am 6. März 1999 in Kitakyūshū, hat eine japanische Mutter und einen ghanaischen Vater und sprintet über 100 Meter für Japan. Rui Hachimura, geboren am 8. Februar 1998 in der Präfektur Toyama, hat eine japanische Mutter und einen Vater aus Benin und spielt Basketball für Japan.
Yasuke bei Oda Nobunaga
Im späten 16. Jahrhundert stand Yasuke, ein Mann aus Afrika, im Dienst des Kriegsherrn Oda Nobunaga, etwa 1581 und 1582. Er war mit dem Jesuiten Alessandro Valignano nach Japan gekommen. Nobunaga soll die Haut zuerst für aufgetragene Farbe gehalten und Yasuke waschen lassen. Viele Erzählungen nennen ihn den schwarzen Samurai. Historiker streiten, ob Nobunaga ihm einen formellen Samurai-Rang gegeben hat. Zeitnahe Quellen beschreiben einen vertrauten Gefolgsmann, ohne Familienname und ohne eine klare Belehnung.
Die drei Bilder unten sind spätere Vorstellungen. Fotografie gab es zu Yasukes Zeit noch nicht. Die längere Fassung steht im Artikel über Yasuke.

Was die Hautfarbe an dieser Frage leistet
Die Pigmente der Haut hängen am Melanin. Ein Kind bekommt die Anlagen von beiden Eltern, und die sichtbare Farbe kann schon in der nächsten Generation dunkler oder heller ausfallen. Zieht eine Familie in ein kälteres Land, behalten die Enkel die geerbte Farbe. Der grobe Zusammenhang von starker Sonne und mehr Melanin gehört zu einer sehr alten Bevölkerungsgeschichte, weit vor jedem einzelnen Pass.
Volkszählung und Ausländerstatistik sortieren nach Staatsangehörigkeit. Diese Tabellen führen keine Rubrik für schwarze Japaner. Die Einwanderungsbehörde nannte zum Jahresende 2025 insgesamt 4.125.395 Menschen mit ausländischem Pass. An der Spitze standen China mit 930.428, Vietnam mit 681.100 und Südkorea mit 407.341. Afrikanische Staatsangehörigkeiten lagen außerhalb dieser ersten zehn Plätze. Miyamoto, Soejima, Sani Brown und Hachimura haben einen japanischen Pass und erscheinen in dieser Ausländerzahl deshalb nicht.
Japanese Black, das Rind
Die andere Suche gilt dem Rind Japanese Black, auf Japanisch Kuroge-washu (黒毛和種). Es ist eine von sechs einheimischen Rinderrassen Japans und eine der vier Rassen, die als Wagyu gelten. Das Fell ist schwarz. Als Kobe-Rind darf Fleisch aus der Tajima-Linie dieser Rasse bezeichnet werden, wenn die Tiere in der Präfektur Hyōgo aufgewachsen sind. Die beiden Themen liegen schief nebeneinander. Ich setze sie trotzdem in einen Text, weil die Suche sie durcheinanderwirft, und höre bei dieser Rasse auf. Wer das Fleisch meint, findet die übrigen Wagyu-Rassen im Artikel über Wagyu und Kobe.
Eine amtliche Kopfzahl schwarzer Japaner bleibt offen. Die Statistiken führen die Staatsangehörigkeit, und diese Menschen sind japanische Staatsbürger. Wer das Rind sucht, nimmt den Namen Kuroge-washu mit.





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