Kennst du den Roten Panda? Oft verwechselt man ihn mit einem Fuchs, einem Bären, einem Waschbären oder sogar einer Katze. Dabei sitzt er schon lange auf unzähligen Bildschirmen: im Logo des Internetbrowsers Firefox. Das stimmt – das ist kein Fuchs. Firefox bezieht sich auf den Roten Panda, den Feuerfuchs.
Der Rote Panda gehört zur eigenen Familie Ailuridae. Er stammt aus den Bergen des Himalaya und dem Südwesten Chinas. Wie der Große Panda hält er sich an Bambuswälder und gemäßigte Wälder. Er ist etwa so klein wie eine große Katze, rotbraun, mit langem, flauschigem Schwanz. Er frisst vor allem Bambus und manchmal Eier, Insekten oder kleine Säugetiere.

Kuriositäten über den Roten Panda
Der Rote Panda lebt auf Bäumen. Mit dem geringelten Schwanz hält er die Balance, mit einem verlängerten Handwurzelknochen – dem sogenannten falschen Daumen – greift er Äste und Bambus. Die Kopfrumpflänge liegt bei etwa 51 bis 73 Zentimetern, der Schwanz bei 28 bis 49 Zentimetern. Bei drei bis sechs Kilogramm Gewicht und einer nährstoffarmen Bambuskost bleiben ihm vor allem zwei Beschäftigungen: fressen und schlafen.
Namen hat er mehr, als sein Gesicht vermuten lässt: Kleiner Panda, Katzenbär, Firefox, auf Chinesisch oft Feuerfuchs. In Japan sagt man レッサーパンダ (ressā panda), der „kleinere Panda“ – nicht weil er eine Miniatur des Großen wäre, sondern weil der Name zuerst da war. Die Tiernamen auf Japanisch helfen, wenn man パンダ und レッサーパンダ auseinanderhalten will. Mit dem schwarz-weißen Panda ist er trotz Bambus und falschem Daumen nicht näher verwandt. Seit genetischen Untersuchungen von 2020 spricht man oft von zwei Arten: dem westlichen Kleinen Panda (Ailurus fulgens) im Himalaya und Styans Kleinem Panda (Ailurus styani) in China.
In Japan wurde vor allem Futa (風太) aus dem Zoo von Chiba um 2005 berühmt, weil er etwa zehn Sekunden lang aufrecht stehen konnte. Zeitungen und Fernsehen sprangen an; plötzlich wollte das Land den kleinen Roten Panda sehen. Im Akiyoshidai Safari Land in Yamaguchi kann man die Tiere aus der Nähe beobachten – im Restaurant des Parks sitzt man sogar mit Blick auf ihr Gehege.

Nach 114 bis 140 Tagen Tragzeit bringen die Weibchen die Jungen in hohlen Bäumen oder Felsspalten zur Welt. In freier Wildbahn werden Rote Pandas oft nur um die zehn Jahre alt, in Zoos manchmal länger. Wegen der Zerstörung ihres Lebensraums gelten sie als stark gefährdet; Schätzungen sprechen von weniger als 10.000 Tieren in Freiheit. In Zoos weltweit sind sie relativ häufig zu sehen. Neben China und dem Himalaya leben sie in Ländern wie Indien, Myanmar, Bhutan und Nepal.
In Anime taucht dasselbe Gesicht wieder auf: Retsuko, die Büroangestellte mit Death-Metal-Karaoke, ist ein Roter Panda – eine von mehreren Animes mit Tieren.
Rot – der Pixar-Film über den Roten Panda
Im März 2022 kam von Pixar der Film Rot (Originaltitel Turning Red) heraus. In Deutschland startete er am 11. März 2022 auf Disney+. Die Geschichte folgt der 13-jährigen Meilin Lee, einem chinesisch-kanadischen Mädchen in Toronto, das sich bei Aufregung in einen riesigen Roten Panda verwandelt.
Der Film porträtiert die Pubertät und spielt mit Themen, über die man in Familien oft lieber schweigt. Der Bär in der Animation ist riesig – der echte Rote Panda bleibt so klein wie eine Katze.
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