Im heutigen Artikel lernen wir den Archipel Okinawa (沖縄県) und seine Kulturen kennen, die sich stark vom Rest Japans unterscheiden. Dieser Archipel erstreckt sich im Süden Japans bis nach Taiwan und umfasst insgesamt 169 Inseln.
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Geschichte von Okinawa
Bis zum 19. Jahrhundert war Okinawa als Ryukyu-Inseln bekannt, ein unabhängiges Königreich von Japan. So entwickelte es nicht nur eine eigene Sprache, sondern auch eine eigene Kultur.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Okinawa weiterhin von den Vereinigten Staaten verwaltet, und erst 1972 wurde es an die japanische Verwaltung zurückgegeben.
Der Archipel ist in drei kleinere Inselgruppen unterteilt: Miyako, Yaeyama und Okinawa-shi, wo sich die Hauptstadt Naha befindet. Jede von ihnen besitzt eine eigene Architektur und Variationen in der eigenen Sprache.
Naha ist die Hauptstadt der Präfektur Okinawa; etwa 320.000 Einwohner leben dort. Es ist die größte Stadt des Archipels. In Naha gibt es zwei Yakuza-Gruppen, wobei die größte davon die „Okinawa Kyokuryu-kai" ist.
Kultur von Okinawa
Tanabata, auch bekannt als der geeignete Tag, ist für die Okinawaner der Anlass, in Gräbern und Butsudans (Familienaltären) eine Reinigung durchzuführen, damit keine Ansteckung mit negativer Energie erfolgt. Laut Tradition reinigt die Familie die Gräber, als ein Zeichen für ihre Vorfahren, dass sich der Obon nähert.
Der Obon ist eine Art Totenfest, bei dem sich die Familien versammeln, um ihren Vorfahren zu huldigen. Man glaubt, dass an diesem Tag die Geister zur Erde zurückkehren, um ihre Lieben zu besuchen.
Der Eisa (エイサー) ist ein Tanz, der aus Gesängen und Gebeten mit Melodienbegleitung besteht. Sie werden durch Taiko (Trommeln) zu Ehren der Ahnengeister vorgetragen.

Das Sanshin (三線) ist ein Musikinstrument, das aus drei Saiten mit einer mit Schlangenleder bespannten Resonanzbox besteht. Man glaubt, dass das Instrument über 4000 Jahre alt ist und seine Entstehung durch die Legende von Akainku erzählt wird.

Sehenswürdigkeiten von Okinawa
Die Burg Shuri wird von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Auf der Hauptinsel Okinawa befindet sich das zweitgrößte Aquarium der Welt, das Churaumi-Aquarium, mit angeschlossenen Geschäften und Restaurants, damit Besucher ihre Zeit optimal nutzen können, ohne zum Essen wegzugehen. Auf der Website des Okinawa Churaumi Aquarium finden Sie verschiedene Leitfäden, Karten und Informationen.

Ein weiterer Touristenpunkt ist der Themenpark Okinawa World, wo man Pflanzen, Handwerk, Tiere, Essen und verschiedene typische Aufführungen findet.
Die Präfektur Okinawa besitzt etwa 1800 Hotels, die sehr gefragt sind, aufgrund ihrer Strände mit weißem Sand und dem Farbton des Wassers, der von kristallklar blau bis türkis variiert. Auch die Feuerwerke zur Neujahrsfeier sind ein Anziehungspunkt, da es ein Ort mit wenig Lichtverschmutzung ist.

Das Dorf Zamami, das Touristen willkommen heißt, liegt in der Nähe von Naha.

Shisa sind Figuren chinesischen Ursprungs, die als Schutz-Amulette in allen Teilen der Inseln aufgestellt werden. Man glaubt, dass ein Shisa auf dem Dach Böses abwehrt und die Häuser vor natürlichen Unglücken schützt.
Auf Okinawa herrscht ein subtropisches Klima; daher werden dort viel Zuckerrohr, Ananas, Bananen, Guaven, Jabuticaba sowie Früchte wie Drachenfrucht und Mangostin angebaut. Für alle, die in Japan leben oder dorthin reisen und ein wenig Heimweh nach tropischen Früchten haben, ist Okinawa eine hervorragende Wahl.

Es gibt noch viel mehr zu entdecken in diesem Paradies. Okinawa hat eine reiche Musikszene mit Künstlern wie Gackt und Amuro Namie hervorgebracht, sowie Gruppen wie Da Pump und die Band Begin.
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