Rosetta Stone ist eine Software zum Sprachenlernen, die schon sehr alt ist. Sie bietet Kurse in 25 Sprachen. Das Programm ist vor allem bekannt, weil es mit einer Immersionsmethode arbeitet.
Aber wird dir Rosetta Stone wirklich helfen, Japanisch zu lernen? Lass uns das hier herausfinden. Ich habe das Programm fünf Monate lang benutzt, bis ich die letzte Lektion des japanischen Kurses von Rosetta Stone beendet habe.
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Wie funktioniert Rosetta Stone?
Rosetta Stone hat im Japanischkurs drei Niveaus, in mehreren anderen Sprachen fünf. Sie sind so aufgebaut:
Niveau 1: legt den Grundwortschatz und die wichtigsten Satzmuster an. Dazu gehören:
- Begrüßungen und Vorstellungen
- einfache Fragen und Antworten
- Einkaufen
- Hörverstehen
- grundlegendes Schreiben und Lesen
Niveau 2: erweitert den Wortschatz aus Niveau 1 und führt in Alltagssituationen. Dazu gehören:
- Anweisungen geben und verstehen
- Verkehrsmittel benutzen
- die Zeit mitteilen
- essen gehen
- einfache soziale Situationen
- Berufsleben
- akademische Fächer
- Kunst und Kultur
- Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Niveau 3: knüpft an Niveau 1 und 2 an und führt in Gespräche über Alltag, Arbeit und Meinungen. Dazu gehören:
- Ideen und Meinungen
- Gefühle ausdrücken und über alltägliche Themen sprechen
- Interessen
- Arbeit
- aktuelle Ereignisse
- Geburt, Heirat, Tod und Gesundheit
- Angaben zu Häufigkeit, Dauer und Grad

Methode von Rosetta Stone
Die Methode dieser Software ist anders als das, was wir gewohnt sind, denn sie lehrt uns im Grunde mit Bildern und Audio. Sie verwendet nie eine Übersetzung. Einerseits ist diese Methode großartig, weil sie uns hilft, in der Sprache selbst zu denken, ohne mental ins Deutsche zu übersetzen. Wir würden Japanisch lernen, als wäre es unsere Muttersprache, direkt in die Sprache eingetaucht.
Andererseits lässt uns diese Methode oft unsicher, weil man manchmal lange nachdenken muss, bis die Bedeutung eines Satzes oder eines Wortes klar wird. Die Bilder zu Audio und Text sind gut gewählt und geben oft einen Hinweis, helfen aber nicht immer. Das macht es ziemlich schwer. In der Praxis schlägt man das Wort dann einfach im Wörterbuch oder im Google Übersetzer nach.
Die Grammatik kompliziert es auch ein wenig. Man zieht die Muster aus den Beispielen, und durch die Wiederholung in der Software (Spaced Repetition) setzt sich vieles später von selbst, manchmal sogar übertrieben oft. Wir können den Fokus auf Lesen und Schreiben oder auf Sprechen und Hören setzen, oder auf alles gleichzeitig.
Und es gibt auch die Spracherkennung. Sie funktioniert brauchbar, braucht aber eine ruhige Umgebung und ein gutes Mikrofon. Die Option lässt sich an- und ausschalten, und wir können die Schwierigkeit beim Sprechen und ein paar andere Einstellungen ändern.
Es gibt außerdem eine Übung, in der wir nur Japanisch hören und das Audio dem Bild zuordnen, ohne Text. Dazu kommen Ausspracheübungen sowie Schreib- und Leseübungen: zuerst Hiragana und Katakana, danach einige Kanji.

Lohnt es sich, Rosetta Stone zu kaufen?
Rosetta Stone ist eine teure Software. Heute läuft sie als App für Android und iOS und im Browser, über ein Abo. Die alte CD mit Aktivierungscode gehört zum früheren Vertrieb. Ich habe das Programm von Anfang bis Ende benutzt und kann sagen, dass du danach noch lange nicht flüssig sprichst, auch wenn es sehr hilft.
Wenn du den ganzen Kurs machst, könntest du etwas in Japan kaufen, über Vorlieben sprechen, sagen, was du denkst. Ein Anime oder Manga würdest du zum Beispiel trotzdem nicht verstehen. Und das Schlimmste ist, dass der japanische Kurs nur drei Niveaus hat, während einige andere fünf haben.
Ich glaube auch, dass der Preis der Software Wucher ist, zumindest heute, denn er könnte viel niedriger liegen. Für Anfänger bin ich mir sicher, dass sie von der Geschwindigkeit beeindruckt sein werden, mit der sie Dinge lernen, wie sie die grammatikalischen Übungen ohne große Komplikationen schaffen und wie sie anfangen, einfache Dinge und einige etwas fortgeschrittenere zu verstehen.
Wenn du entschlossen bist, Geld in diese Software zu stecken, um das Grundlegende zu lernen, ist sie empfehlenswert. Wenn du flüssig oder auf einem fortgeschrittenen Niveau ankommen willst, empfehle ich sie nicht. Wahrscheinlich kommst du nicht über den Bereich N5 bis N4 hinaus; der Japanischkurs bleibt ein Anfängerkurs. Das war die Zusammenfassung meiner Erfahrung mit Rosetta Stone.






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