Wer kennt nicht oder hat zumindest schon von den Animes der Monogatari-Serie gehört? Für viele bleiben jene Einblendungen mitten in den Szenen bis in die Seele eingebrannt – in meinem Fall inklusive. Andere verlieren mehr Zeit damit, den Text auf dem Bildschirm zu lesen, als dem Anime selbst zu folgen.
Die Geschichte ist stark. Die Reihenfolge der Verfilmungen ist es oft nicht. Die Serie springt, schneidet zurück und setzt Puzzleteile erst spät zusammen. Genau deshalb endet so mancher Einstieg im Chaos – und genau dafür ist diese Übersicht da: welche Adaptionen es gibt und in welcher Reihenfolge man sie sinnvoll schauen kann.
Und nur damit es festgehalten ist: Die berühmteste Nekomata im Anime (meiner Meinung nach und der vieler anderer) ist Hanekawa. Viele halten sie für das beste Mädchen der Reihe – und der Protagonist hat mit seiner Entscheidung dazu für ordentlich Diskussionsstoff gesorgt.
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Was steckt hinter der Monogatari-Serie?
Die Animes basieren auf Light Novels von Nisio Isin (häufig auch Nishio Ishin geschrieben) mit Illustrationen von Vofan. Der Start der Buchreihe liegt bei Kodansha; die erste Anime-Adaption folgte am 3. Juli 2009 durch Studio Shaft.
Bakemonogatari startete mit 15 Folgen (12 im TV, drei später online). Was anfangs nach „kurzer Serie“ klang, wurde zu einer der prägendsten Adaptionen des Jahrzehnts: weitere Staffeln, OVAs, Filme und Kurzgeschichten kamen nach und nach – oft mit eigenen Titeln statt „Staffel 2, 3, 4“.
Genau dieser Aufbau verwirrt: Jeder Arc trägt einen eigenen Namen (Bakemonogatari, Nisemonogatari, Owarimonogatari …), und die Veröffentlichungsreihenfolge entspricht nicht immer der inneren Chronologie. Unten findest du deshalb zuerst die gängigen Watch Orders, danach die einzelnen Adaptionen mit kurzem Einstieg – ohne den Spaß am Spoiler zu ruinieren, aber mit genug Kontext, um die nächste Folge zu wählen.
Monogatari Watch Order: drei sinnvolle Wege
Es gibt keine einzige „offizielle“ Reihenfolge, die alle zufriedenstellt. In der Praxis setzen sich drei Varianten durch:
- Release Order (Anime-Veröffentlichung): so, wie die Verfilmungen nacheinander erschienen sind. Gut für Überraschungen und den historischen Fan-Weg.
- Buch- / Novel Order: an der Veröffentlichungsreihenfolge der Romane orientiert. Hier rutscht die Prequel-Trilogie Kizumonogatari früh hinter Bakemonogatari – sehr beliebt bei Erstzuschauern.
- Chronologische Timeline: nach dem inneren Handlungszeitraum. Spannend für Rewatches, riskant für den Erstkontakt, weil bestimmte Twists früher fallen.
Für den ersten Durchlauf empfehlen die meisten Guides die Buch-nahe Watch Order (mit Kizumonogatari nach Bakemonogatari). Wer die Serie „wie damals“ erleben will, bleibt bei der Release Order. Die Listen unten orientieren sich an gängigen DE- und EN-Guides und an der bekannten Adaptionshistorie.
Release Order (kompakt)
- Bakemonogatari (2009)
- Nisemonogatari (2012)
- Nekomonogatari: Black (2012)
- Monogatari Series: Second Season (2013) – enthält u. a. Nekomonogatari White, Kabuki-, Otori-, Oni- und Koimonogatari
- Hanamonogatari (2014)
- Tsukimonogatari (2014)
- Owarimonogatari (2015)
- Koyomimonogatari (2016)
- Kizumonogatari I–III (2016–2017)
- Owarimonogatari Second Season (2017)
- Zoku Owarimonogatari (2018/2019-Ausstrahlung)
- Monogatari Series: Off & Monster Season (ab 2024, weitere Folgen angekündigt)
Buch-nahe Watch Order (kompakt, oft empfohlen)
- Bakemonogatari
- Kizumonogatari (3 Filme)
- Nisemonogatari
- Nekomonogatari: Black
- Monogatari Series: Second Season (Folge 1–9)
- Hanamonogatari
- Monogatari Series: Second Season (Folge 10–23/26, je nach Zählung)
- Tsukimonogatari
- Owarimonogatari
- Koyomimonogatari (oft parallel / ergänzend)
- Owarimonogatari Second Season
- Zoku Owarimonogatari
- Off & Monster Season
Kleine Fußnote: Exakte Folgenzahlen und die Einordnung von Hanamonogatari und Koyomimonogatari schwanken je nach Guide. Entscheidend ist, dass du dir eine Linie wählst und sie durchziehst – Mischen macht die Reihe unnötig chaotisch.

1. Bakemonogatari (2009)
Die erste Adaption. 15 Folgen: 12 im japanischen Fernsehen, die restlichen drei zunächst online. Im Zentrum steht Koyomi Araragi, Oberschüler im dritten Jahr – und Vampir.
Eines Tages stürzt eine zurückhaltende Mitschülerin eine Treppe hinab und landet in seinen Armen. Hitagi Senjougahara wirkt so leicht wie eine Feder. Sie droht ihm und will, dass er schweigt. Er ignoriert die Drohung und bietet Hilfe an – und damit beginnt die Kette aus „Oddities“, Gesprächen und Stilmitteln, die Monogatari so eigen macht.
2. Nisemonogatari (2012)
Koyomi wacht gefangen auf. Hinter der „Fürsorgehaft“ steckt Hitagi. Die Handlung bringt neue Figuren und weitere Elemente japanischer Folklore ins Spiel – und zieht die Schwestern Karen und Tsukihi stärker in den Vordergrund.
3. Nekomonogatari (Black) (2012)
Dieser Arc spielt vor großen Teilen von Bakemonogatari. Nach einem typischen Familienmorgen trifft Koyomi Tsubasa Hanekawa mit einem Verband im Gesicht. Sie berichtet von Gewalt zu Hause. Er bietet Hilfe an – und das Mädchen gerät unter den Einfluss eines bösen Geistes, der mit einer Katze verbunden ist. Romantik und Dämonisches rücken dicht zusammen.
4. Nekomonogatari (White) (2013)
Teil der Second Season: neues Semester, neue Unruhe. Tsubasa begegnet einer Erscheinung in Form eines großen weißen Tigers. Hitagi hört davon; Hilfe von Koyomi lehnt Tsubasa zunächst ab. Ein verdächtiges Feuer zerstört ihr Zuhause – und die Spur führt zurück zum Tiger und zu dem, was Hanekawa verdrängt hat.
5. Kabukimonogatari (2013)
Letzter Tag der Sommerferien. Koyomi sucht Mayoi und trifft Yotsugi Ononoki. Die Suche endet in einem Zeitportal mit Shinobu: Statt eines Tages springen sie tief in die Vergangenheit. Der Arc verbindet Zeitreise, Schuld und die Frage, was man an der eigenen Geschichte wirklich ändern darf.
6. Otorimonogatari (2013)
Nadeko Sengoku steht im Zentrum – und der Einstieg ist bewusst schroff: Schon die ersten Minuten zeigen Gewalt und Konfrontation mit Shinobu und Koyomi. Die Erzählung holt dann auf Halloween-Tagen davor aus und erklärt, wie aus einem scheinbar „süßen“ Problem ein Albtraum wird.
7. Onimonogatari (2013)
Fortsetzung der Fäden aus Kabukimonogatari. Koyomi kehrt in die Gegenwart zurück und gibt Mayoi ihren Rucksack. Eine dunkle Präsenz verfolgt sie; Yotsugi hilft bei der Flucht. Shinobu erkennt die Gefahr aus ihrer Vergangenheit – und die Stadt steht auf dem Spiel, wenn niemand handelt.
8. Koimonogatari (2013)
An Neujahr ruft Hitagi den Betrüger Kaiki Deishuu. Er will ausweichen, sie erpresst ihn mit Geheimnissen. Der Arc dreht sich weniger um „Monster jagen“ und mehr um Lügen, Liebe und die Preise, die Leute für andere zahlen.
9. Hanamonogatari (2014)
Während Koyomi und Freunde weiterziehen, rückt Suruga Kanbaru ins Zentrum: drittes Oberschuljahr, monströser linker Arm und das Gerücht von einem Teufel, der Wünsche erfüllt. Weniger Ensemble-Chaos, mehr Fokus auf eine Figur und ihre Schatten.
10. Tsukimonogatari (2014)
Valentinstag, Schwestern-Chaos, Alltagsgespräche – bis Koyomi bemerkt, dass sein Spiegelbild fehlt. Die Vampirseite kehrt mit voller Wucht zurück. Der Arc ist kurz, aber ein klarer Wendepunkt Richtung Final Season.
11. Owarimonogatari (2015)
Ougi Oshino rückt in den Fokus. Klassenzimmer, Albträume, Erinnerungen: Die Serie gräbt tiefer in dem, was bisher nur zwischen den Zeilen lag. Hier verdichten sich Rätsel, die vorher wie stilistische Spielereien wirkten.
12. Koyomimonogatari (2016)
Kurzfolgen, die an Ereignisse um Bakemonogatari und andere Arcs andocken. Oft als „Lückenfüller“ unterschätzt – nützlich, um Stimmung, Nebenfiguren und kleine Rätsel nachzuliefern, ohne eine volle Staffel zu füllen.
13. Kizumonogatari – die Filmtrilogie (2016–2017)
Drei Kinofilme (Tekketsu, Nekketsu, Reiketsu) erzählen den Ursprung: wie Koyomi die Vampirin kennenlernt, die später als Shinobu an seiner Seite bleibt, und wie er selbst zum Vampir wird. In der Release Order kommen die Filme spät; in der Buch-Order stehen sie früh nach Bakemonogatari. Inhaltlich sind sie der große „fehlende Anfang“ der Serie.
14. Owarimonogatari Second Season (2017)
Die Fäden der Final Season spannen sich weiter. Konflikte eskalieren, Entscheidungen werden teurer, und Figuren, die lange im Hintergrund wirkten, bekommen Gewicht. Wer hier ankommt, merkt, dass Monogatari längst mehr ist als „Vampir hilft Mädchen mit Oddity“.
15. Zoku Owarimonogatari (2018/2019)
Lange als nächste große Folge angekündigt und inzwischen vollständig veröffentlicht: eine Fortsetzung, die den Abschluss der vorherigen Bögen weiterdreht und die Reihe visuell und erzählerisch noch einmal neu aufzieht. Wer 2016 nur die Ankündigung kannte – der Titel ist da und abschließbar.
16. Off & Monster Season (ab 2024)
Nach der Final Season folgen die Buchzyklen Off Season und Monster Season. Ab 2024 erschien die Anime-Adaption Monogatari Series: Off & Monster Season (zunächst als ONA-Staffel mit mehreren Episoden; weitere Folgen wurden später angekündigt). Für die Watch Order gilt: erst Final Season inkl. Zoku abschließen, dann hier weiter – so bleibt die Erzählung für Erstzuschauer am stimmigsten.
Stil, Dialoge und warum die Figuren hängen bleiben
Neben der Reihenfolge ist Monogatari berühmt für den Look von Shaft: harte Schnitte, Textflächen, Stillleben, ungewöhnliche Kadrierung. Die Charakterdesigns wirken auf den ersten Blick „anime-schön“ – und dann merkt man, dass selbst unsympathische Figuren eine Anziehungskraft haben, weil Dialog und Pose sie greifbar machen.
Yotsugi Ononoki, Shinobu, Hitagi, Hanekawa, Suruga: Jede Figur hat eine klare Silhouette und eine eigene Sprechweise. Genau das macht die Serie für viele zum Dauerbrenner – und genau das macht eine saubere Watch Order so wichtig: Du willst die Stimmen in der richtigen Reihenfolge kennenlernen, nicht als Spoiler-Salat.
Wenn du die Liste abgehakt hast und noch Lust auf verwandte Themen hast: der Nekomata-Yokai erklärt den folkloristischen Hintergrund hinter Hanekawas Arc, und der Überblick zu OVA, OAD und ONA hilft, die Veröffentlichungsformen der späteren Teile einzuordnen.
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