Shokugeki no Souma (食戟のソーマ) ist ein Manga über die Welt der Kochkunst, geschrieben von Yuto Tsukuda und illustriert von Shun Saeki. Sein großes Markenzeichen ist, dass er Emotionen und Kampfgeist vermittelt – und avancierte so zu einem der Stützpfeiler des Shonen Jump.
Das Werk erzählt die Geschichte eines jungen Mannes namens Soma Yukihira, der auf eine Elite-Kochschule gehen muss, dort seinen eigenen Weg geht und das scheinbar Unmögliche immer wieder herausfordert. Diese Geschichte ist kaum in Worte zu fassen – ich hätte nie gedacht, dass ein einfacher Anime über Kochen, mit einer Prise Ecchi und jeder Menge Übertreibung, so gut sein könnte.
P. S.: Ist Ihnen aufgefallen, dass der Anteil an Ecchi in der zweiten und dritten Staffel deutlich zurückgegangen ist?

Inhalt 5
Was 食戟 wirklich bedeutet
Shokugeki (食戟) taucht sowohl im Namen des Animes als auch in den Wettkämpfen der Akademie auf, aber seine beiden Kanji bedeuten nicht wörtlich „Essenskrieg“. Das Zeichen (食) steht für „Essen“ und (戟) ist eine Hellebarde bzw. eine Art chinesischer Speer. Das Zeichen (戟) wird zudem verwendet, um Begriffe zu schreiben, die mit Kriegen und Schwertkämpfen zu tun haben. Der internationale Titel Food Wars! trifft deshalb den Ton, ohne eine Wort-für-Wort-Übersetzung zu sein: Der Teller ist die Waffe.
Die Elite-Schule selbst heißt Tōtsuki (遠月). Ein Shokugeki dort ist kein lockeres Kochduell unter Freunden, sondern ein geregelter Wettkampf mit Einsatz – Clubs, Budget, Stolz, manchmal der Verbleib an der Akademie.
Echte Rezepte und das offizielle Kochbuch
In der ersten Staffel des Animes werden Dutzende Gerichte zubereitet, von Somas falschem Schweinebraten bis zu Eiern, Curry und Donburi. Es gibt sogar ein offizielles Kochbuch zu Shokugeki no Souma: 食戟のソーマ 公式レシピブック ~遠月学園勝負の一皿~, 2015 bei Shueisha erschienen. Die Rezepte stammen von der Kochbuchautorin Yuki Morisaki, die den Manga ab Kapitel 5 kulinarisch beraten hat. Einige Gerichte lassen sich bei uns nachkochen, etwa der geröstete Speck und das Apfelrisotto.
Wussten Sie, dass die im Anime gezeigten Gerichte nicht als reine Fantasie gedacht sind? Das Team arbeitete mit professioneller Küchenberatung, damit Techniken und Zutaten nachvollziehbar bleiben – selbst wenn die Reaktionen der Figuren natürlich reichlich übertrieben sind. In den Sammelbänden stehen oft kurze Rezepte am Rand; das offizielle Buch sammelt nachkochbare Varianten mit Farbfotos.

Warum die Reaktionen so übertrieben wirken
Haben Sie sich jemals gefragt, warum Shokugeki no Souma einen so übertriebenen Ecchi-Anteil hat? Laut den Machern kam die Idee vom Zeichner Shun Saeki: eine Figur, die beim Essen in eine Art Ekstase gerät. Tsukuda schrieb die Geschichte dazu, Morisaki lieferte die Küche. Obwohl sich die Serie mit Kochen beschäftigt, ist die visuelle Darstellung vieler Figuren – besonders der Frauen – bewusst überzogen. Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus allerdings stärker auf die Kochduelle.
Wer nur die erste Staffel kennt, erwartet bei jedem Bissen eine nackte Metapher. Wer weiter schaut, merkt, dass Wettkampf, Tōtsuki-Politik und die Zehner-Elite immer mehr Platz bekommen. Genau deshalb wirkt der Ecchi-Anteil später dünner – nicht, weil die Serie plötzlich prüde geworden wäre, sondern weil der Einsatz der Duelle größer wurde.

Openings: Wer wirklich den ersten Vorspann singt
Die Eröffnungshymnen der jeweiligen Staffeln stammen von bekannten japanischen Bands und Künstlern. Besonders das Opening der ersten Staffel, „Kibou no Uta“ (希望の唄), ist bei Fans bis heute ein Ohrwurm – gesungen von Ultra Tower, nicht von nano.RIPE. nano.RIPE kommt später: unter anderem mit „Snow Drop“ in der zweiten Staffel, weiteren Endings und schließlich „Last Chapter“ als Opening der fünften Staffel.
Die erste Staffel wechselt intern sogar den Vorspann. Nach den ersten 14 Folgen folgt „Rising Rainbow“ von Misokkasu. Wer Playlists mixt, verwechselt das leicht, weil nano.RIPE so oft mit der Reihe verbunden wird.
Manga, Anime und was danach noch kommt
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie die Serie noch nicht gesehen haben, lohnt es sich, den Manga nicht zu überspringen. Der Anime von J.C.Staff umfasst fünf Staffeln und 86 Folgen (2015 bis 2020) und erzählt die Geschichte bis zum Ende. Der Manga im Weekly Shōnen Jump (2012 bis 2019, 36 Bände) plus das Nachspiel Le dessert bleibt trotzdem die ruhigere, detailliertere Version: Rezepte am Rand, Figurenprofile und der Rhythmus der Küche kommen dort oft klarer.
Es gibt außerdem Light Novels – unter anderem À la carte und Fratelli Aldini – und das Spin-off L'étoile um Kojiro Shinomiya. In Deutschland erschien der Manga bei Carlsen, der Anime mit deutscher Fassung unter anderem über Kazé und Crunchyroll.
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