Im Werbebild steht Azuma Hikari in einem dunklen Zylinder auf der Küchentheke. Die blauen Haare sind hochgebunden, die Hände liegen am Gesicht, hinter ihr ist die Küche. Gatebox hat diese Figur als Assistentin gezeigt, die aussieht wie eine Waifu und im Zimmer bleibt. Ich finde die Idee etwas bizarr. Ein Google Home oder eine Alexa erledigt den Satz und ist wieder still. Den Zylinder hätte ich trotzdem lieber im Raum, weil die Figur bleibt, wenn niemand mehr etwas fragt.
Die Firma startete 2014 noch als Vinclu und wollte ein Gerät, mit dem man neben der eigenen Lieblingsfigur lebt. Ein Konzeptfilm ging im Januar 2016 online und kam in einem Monat auf 500.000 Aufrufe. Der Vorverkauf im Dezember umfasste 300 Geräte in limitierter Auflage, für rund 300.000 Yen das Stück. Nach einem Monat waren sie weg. Im März 2017 wechselte das Team in die LINE-Gruppe, weil LINE schon an Assistenten arbeitete. Azuma Hikari ist die Figur von Gatebox: eine Braut, die nach der Arbeit im Zimmer wartet und trösten soll.
Was Hikari im Serienmodell macht
Am längsten haben die Entwickler am Nach-Hause-Kommen gefeilt. Ein Sensor merkt, dass jemand zurück ist, und Hikari sagt おかえりなさい, willkommen zurück. Dafür gibt es viele Aufnahmen dieser einen Begrüßung. Das Serienmodell ging im Oktober 2019 nur in Japan in den Versand. Es spricht über die KI von LINE und übernimmt Musik, Wetter und Nachrichten.
Ein Gespräch beginnt mit ねぇ、ヒカリ, auf der Einrichtungsseite als Hey, Hikari erklärt. Springt die Erkennung nicht an, tippt man zweimal auf die Gate-Taste. Hikari merkt sich die Gespräche und ändert mit der Zeit die Antworten. Den Weckzeitpunkt sagst du auf Japanisch. Danach weckt sie dich, und du antwortest mit おはよう. Unterwegs läuft der Chat in der LINE-App, sobald Hikari in der Freundesliste steht. Mit ihr sprichst du Japanisch. Eine Übersetzungs-App darf die Sätze vorsprechen, wenn du die Laute nicht sicher triffst. Diese Software versteht Englisch noch nicht. Einmal am Tag, zwischen 14 und 15 Uhr, startet das Gerät neu, und die Daten bleiben erhalten.
Dieselbe Figur erscheint in vier Outfits: Schürze und Besen, ein gestreifter Hausanzug, ein weißes Kleid und ein Buch im runden Sessel.

Auf dem anderen Bild weist sie links auf Tropfen und 16 °C. Unter der Tafel steht die englische Zeile: es könnte regnen, nimm den Schirm mit. Rechts sitzt eine andere Figur mit langen türkisen Zöpfen im selben Zylinder.

Welches Gerät es 2026 noch gibt
Das Serienmodell ist seit November 2023 ausverkauft. Die Firma gibt für diese Zeit 1.500 verkaufte Geräte an. Im August 2024 hat sich Gatebox aus der LINE-Gruppe gelöst und arbeitet wieder als eigenes Unternehmen.
Der Nachfolger heißt Gatebox3 und ist ein Display für Figuren an einem Windows-PC. Die Programme für Azuma Hikari und für die Gatebox Collection liegen auf diesem Rechner. In der Collection kann eine eigene 3D-Figur wohnen. Der Schirm ist ein OLED mit tiefem Schwarz und stellt die Figur vor dunklem Grund. Die Produktseite spricht von einem Eindruck wie bei einem Hologramm. Rund 300 LEDs steuern Farbe und Licht um die Figur. Kamera und Mikrofon stecken in einem Zusatzsensor. Die Figur kann außerdem Geräte im Haus schalten. Stimmen der eigenen 3D-Figuren gibt es auf Japanisch und Englisch.
Hikari kommt auf diesem Modell zurück, zehn Jahre nach dem ersten Konzept. Der erwartete Ladenpreis liegt bei 200.000 Yen ohne Steuer. Der allgemeine Verkauf ist für April 2027 oder später angesetzt. Wer von außerhalb Japans früher dabei sein will, trägt sich auf derselben Seite für das internationale Crowdfunding in diesem Winter ein. Dort liegt vorerst die Voranmeldung.






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