Erst einmal ist es unmöglich, die Kraft des Marketings in Großstädten wie Tokio und Osaka zu ignorieren. Das Wort „マーケティング“ (maaketingu) taucht bereits in den ersten Gesprächen über Geschäfte auf. Es ist nicht nur eine Übersetzung, sondern ein Konzept, das in Japan ein Eigenleben entwickelt hat. Marketing beschränkt sich dort nicht nur darauf, ein Produkt zu verkaufen, sondern bezieht sich auch darauf, Vertrauensbeziehungen aufzubauen und den Verbraucher tiefgreifend zu verstehen.

Hast du schon mal von „顧客志向“ (kokyaku shikou) gehört? Wörtlich bedeutet es „Kundenausrichtung“. Dieser Ausdruck steht der gesamten japanischen Strategie zugrunde und geht weit über das einfache „Kundenfokus“ hinaus, das wir im Westen verwenden. Sie wollen wirklich wissen, wie sie das Leben der Person auf der anderen Seite des Tresens erleichtern können. Möchtest du nun andere Begriffe und Kuriositäten aus diesem Universum kennen? Lies weiter.

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Wichtige Marketingbegriffe auf Japanisch, die du kennen musst

Wenn du vorhast, im Marketing in Japan zu arbeiten oder nur Inhalte zu diesem Thema zu konsumieren, wirst du auf eine Reihe interessanter Wörter stoßen, die Englisch mit Kanji und Hiragana mischen. Gehen wir direkt zur Sache:

  • プロモーション (puromōshon) – Promotion. Wird sowohl für Verkaufsförderung als auch für die Verbreitung von Marken oder Veranstaltungen verwendet.
  • ブランディング (burandingu) – Branding. Dieser Begriff ist in den letzten Jahren sehr in Mode, mit dem Fokus darauf, eine starke Identität aufzubauen.
  • ターゲット (tāgetto) – Target, oder Zielgruppe. Hier gibt es einen interessanten Unterschied: Japaner neigen dazu, sehr spezifische Profile zu detaillieren und sogar Namen und Geschichten für jede „Persona“ zu erstellen.
  • 広告 (koukoku) – Werbung. Kann in Kontexten von Anzeigen, Kampagnen oder traditionellen und digitalen Medien auftauchen.
  • 戦略 (senryaku) – Strategie. Es geht nicht nur darum, einen Weg zu wählen, sondern einen echten Schlachtplan aufzustellen, fast wie beim Schach.
  • 市場調査 (shijou chousa) – Marktforschung. Eine Etappe, die sehr ernst genommen wird, da der japanische Verbraucher oft anspruchsvoll und detailliert ist.
  • 販売促進 (hanbai sokushin) – Verkaufsförderung. Du kennst diese Gutscheine, Geschenke und Treueprogramme? Alles das gehört hier rein.

Der Einfluss der japanischen Kultur auf das Marketingvokabular

Man kann die Marketingbegriffe auf Japanisch nicht verstehen, ohne den kulturellen Kontext zu berücksichtigen. Japan schätzt das Konzept von „信頼“ (shinrai), oder Vertrauen, sehr. Deshalb neigt die Kommunikation dazu, weniger aggressiv und subtiler zu sein, wobei Respekt und Ruf im Vordergrund stehen. Marken, die bei der Eigenwerbung übertreiben, werden oft als arrogant angesehen, was dort schlecht ankommt.

Ein weiteres häufig vorkommendes Wort ist „おもてなし“ (omotenashi), was für echte Gastfreundschaft steht. Es reicht nicht, einen guten Service anzubieten: Marken versuchen, den Kunden zu begeistern und zu überraschen. Das zeigt sich sogar in einfachen Kampagnen, wie kreativen Geschenken in Supermärkten oder kleinen Details bei der persönlichen Betreuung.

Vokabular für Digitalmarketing und Strategien

Japan hat Social Media und Digitalmarketing angenommen, aber auf eine ganz eigene Art. Viele englische Begriffe wurden „japanisiert“ und bekamen ein neues Leben:

  • インフルエンサー (infurūensā) – Influencer. Immer mehr Marken nutzen Influencer, um spezifische Nischen zu erreichen, vor allem auf Plattformen wie LINE und Twitter.
  • バズる (bazuru) – Viral werden. Wörtlich, „Buzz machen“. Wenn etwas „bazuru“, bedeutet das, dass es im japanischen Internet explodiert ist.
  • リーチ (rīchi) – Reichweite. Die Reichweite von Kampagnen zu messen, ist entscheidend, aber immer mit Fokus auf echtes Engagement, nicht nur auf Zahlen.
  • エンゲージメント (engējimento) – Engagement. Wie im Rest der Welt, aber mit einer zusätzlichen Sorgfalt, um negative Kommentare zu vermeiden, da der digitale Ruf sehr ins Gewicht fällt.

Liste von Marketingwörtern auf Japanisch

  • マーケティング (maaketingu) – Marketing
  • プロモーション (puromōshon) – Promotion
  • ブランディング (burandingu) – Branding (Markenführung)
  • ターゲット (tāgetto) – Zielgruppe/Target
  • 広告 (koukoku) – Werbung/Anzeige
  • 戦略 (senryaku) – Strategie
  • 市場調査 (shijou chousa) – Marktforschung
  • 販売促進 (hanbai sokushin) – Verkaufsförderung/Promotions
  • インフルエンサー (infurūensā) – Influencer
  • バズる (bazuru) – Viral werden/explodieren
  • リーチ (rīchi) – Reichweite (digitale Reichweite)
  • エンゲージメント (engējimento) – Engagement
  • キャンペーン (kyanpēn) – Kampagne (Marketing, Verkauf oder Werbung)
  • コンテンツ (kontentsu) – Content (insbesondere für Digitalmarketing)
  • SEO (エスイーオー, esuīō) – Suchmaschinenoptimierung
  • SEM (エスイーエム, esuīemu) – Suchmaschinenmarketing
  • リスティング広告 (risutingu koukoku) – Listing-Anzeige/Search Ads
  • コンバージョン (konbājon) – Conversion (im Verkaufstrichter)
  • クリック率 (kurikku ritsu) – Klickrate (CTR)
  • ランディングページ (randingu pēji) – Landing Page
  • パーソナ (pāsona) – Persona (halbfiktive Figur der Zielgruppe)
  • リード (rīdo) – Lead (potenzieller Kunde)
  • ターゲティング (tāgetingu) – Segmentierung/Targeting
  • データ分析 (dēta bunseki) – Datenanalyse
  • KPI (ケーピーアイ, kēpīai) – Key Performance Indicator (Schlüsselkennzahl)
  • ROI (アールオーアイ, āruōai) – Return on Investment (Return on Investment)
  • オウンドメディア (oundo media) – Owned Media/Eigene Medien (z.B. Unternehmensblog)
  • アーンドメディア (āndo media) – Earned Media/Erworbene Medien
  • ペイドメディア (peido media) – Paid Media/Gezahlte Medien
  • ベンチャー (benchā) – Venture/Startup
  • スタートアップ (sutātoappu) – Startup
  • ピボット (pibotto) – Pivot (Richtung des Geschäfts ändern)
  • アントレプレナー (antorepurenā) – Unternehmer („chique“ Version des englischen Entrepreneur)
  • イノベーション (inobēshon) – Innovation
  • アクセラレーター (akuserarētā) – Accelerator
  • インキュベーター (inkyubētā) – Incubator
  • クラウドファンディング (kuraudo fandingu) – Crowdfunding/Sammelfinanzierung
  • ビジネスモデル (bijinesu moderu) – Geschäftsmodell
  • バリュープロポジション (baryū puropojishon) – Value Proposition (Wertangebot)
  • ミッション (misshon) – Mission
  • ビジョン (bijon) – Vision
  • バリュー (baryū) – Wert
  • エコシステム (ekoshisutemu) – Ökosystem (z.B. von Startups)
  • シェア (shea) – Market Share/Marktanteil
  • ブレスト (buresuto) – Brainstorming/Ideenfindung
  • マイルストーン (mairusutōn) – Meilenstein
  • サブスクリプション (sabusukuripushon) – Abonnement/Abonnementsmodell
  • フリーミアム (furīmiumu) – Freemium (Geschäftsmodell)
  • ユーザーエクスペリエンス (yūzā ekusuperiensu) – User Experience (UX)
  • ユーザーインターフェース (yūzā intāfēsu) – User Interface (UI)
  • プロダクトマーケットフィット (purodakuto māketto fitto) – Product-Market-Fit
  • スケーラビリティ (sukērabiriti) – Skalierbarkeit
  • サステナビリティ (sasutenabiriti) – Nachhaltigkeit
  • ベストプラクティス (besuto purakutisu) – Best Practices/Beste Vorgehensweisen
  • エンジェル投資家 (enjeru tōshika) – Business Angel
  • ベンチャーキャピタル (benchā kyapitaru) – Venture Capital/Risikokapital
  • シードマネー (shīdo manē) – Seed Money/Saatgeldkapital
  • シリーズA (shirīzu ē) – Serie A (Finanzierungsrunde)
  • ピッチ (picchi) – Pitch/Geschäftsvorstellung
  • プロトタイプ (purototaipu) – Prototyp
  • デモデイ (demo dei) – Demo Day (Veranstaltung zur Vorstellung von Startups)
  • コミュニティ (komyuniti) – Community
  • ネットワーキング (nettowākingu) – Networking
  • アジャイル (ajairu) – Agile/Agile Methodik
  • スクラム (sukuramu) – Scrum
  • リーンスタートアップ (rīn sutātoappu) – Lean Startup
  • イグジット (igujitto) – Exit (Ausstieg aus dem Geschäft)
Kevin Henrique

Kevin Henrique

Experte für asiatische Kultur mit über 10 Jahren Erfahrung, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Gaming. Autodidaktischer Autor und Reisender, der sich dem Unterrichten von Japanisch, dem Teilen von Reisetipps und der Erforschung tiefgründiger, faszinierender Besonderheiten widmet.

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