6 Otaku-Viertel in Japan zum Erkunden und Einkaufen

6 Otaku-Viertel in Japan zum Erkunden und Einkaufen

Diese 6 Otaku-Viertel in Japan lohnen sich für Anime, Manga, Games, Sammlerstücke und Street Fashion, von Akihabara bis...

Japan hat mehrere Viertel, in denen sich Anime, Manga, Spiele, Technik und Sammlerstücke besonders stark konzentrieren. Manche sind riesige Einkaufszonen, andere wirken eher wie ein Geheimtipp für Sammler oder Fans einer bestimmten Szene.

Wenn ihr nur wenig Zeit habt, lohnt es sich, nicht blind nur nach Akihabara zu fahren. Je nach Interesse passt vielleicht Ikebukuro besser zu euch, Nakano für seltene Fundstücke oder Nerima, wenn ihr die Geschichte der japanischen Animation erleben wollt.

Akihabara mit Geschäften für Anime, Games und Elektronik in Tokio
Inhalt 6

1. Akihabara - Das bekannteste Otaku-Viertel Japans

Akihabara ist für viele der erste Halt, wenn es um Otaku-Kultur in Japan geht. Das Viertel in Tokio war lange als Electric Town bekannt und ist heute eine Mischung aus Elektronikmärkten, Anime-Läden, Figuren-Shops, Retro-Games, Arcade-Hallen und Themen-Cafés.

Wer möglichst viel an einem Ort sehen will, bekommt hier die größte Dichte. Zwischen kleinen Fachgeschäften und mehrstöckigen Kaufhäusern lässt sich locker ein ganzer Tag verbringen. Besonders praktisch ist die Nähe zu großen Läden wie Yodobashi, wenn ihr neben Merch auch Kamera-, Audio- oder Computerzubehör sucht.

Wenn ihr tiefer einsteigen wollt, lohnt sich danach auch unser Guide für Akihabara sowie der Überblick zu Yodobashi Camera.

Beleuchtete Straße in Den Den Town in Osaka
Den Den Town ist Osakas klassischer Hotspot für Popkultur, Spiele und Elektronik.

2. Nipponbashi Den Den Town - Osakas Antwort auf Akihabara

Wer in Kansai unterwegs ist, muss nicht extra nach Tokio fahren, um gute Läden für Anime, Games und Sammlerstücke zu finden. In Osaka übernimmt Nipponbashi, meist einfach Den Den Town genannt, diese Rolle.

Entlang der Sakai-suji und in den Nebenstraßen findet ihr Elektronik, Figuren, Gebrauchtware, Modellbau, Kartenläden, Arcade-Hallen und thematische Cafés. Der große Vorteil liegt in der Lage: Von Namba aus erreicht ihr das Viertel bequem zu Fuß und könnt den Besuch gut mit anderen Stationen in Minami verbinden.

Wenn ihr gern an Greifautomaten spielt, passt dazu auch unser Artikel über UFO Catcher und Klauenmaschinen.

Abendliche Straße in Ikebukuro mit vielen Geschäften und Leuchtreklamen

3. Ikebukuro - Gut für Otome Road, Doujinshi und große Fachgeschäfte

Ikebukuro ist kein kleiner Geheimtipp, sondern ein riesiges Unterhaltungs- und Einkaufsviertel mit eigener Fan-Kultur. Rund um den Bahnhof und besonders in Richtung Otome Road konzentrieren sich Geschäfte, die bei Manga- und Anime-Fans seit Jahren beliebt sind.

Der Charakter des Viertels unterscheidet sich von Akihabara. Viele Läden sprechen gezielt Fans von Serien, Figuren, Doujinshi und Merchandise an, darunter auch ein Publikum, das eher nach weiblich geprägten Fandoms sucht. Genau das macht Ikebukuro spannend, wenn ihr eine andere Auswahl sehen wollt als in den klassischen Akiba-Blöcken.

Auch ohne festen Einkaufsplan lohnt sich ein Spaziergang, weil ihr zwischen großen Stores, Game-Centern und kleineren Spezialgeschäften schnell merkt, welches Segment euch am meisten anspricht.

Nakano Broadway mit Geschäften für Figuren, Manga und Sammlerartikel

4. Nakano - Besser für Sammler als für Massenware

Wenn ihr seltene Figuren, vergriffene Manga, alte Spielzeuge oder ungewöhnliche Fundstücke sucht, ist Nakano oft die bessere Wahl als Akihabara. Der Kern des Besuchs ist Nakano Broadway, ein mehrstöckiger Komplex, der sich als ruhigere Alternative zu den großen Hauptstraßen von Akihabara etabliert hat.

Vor allem in den oberen Etagen sitzen viele Läden für Sammler und Hobby-Fans. Dort tauchen regelmäßig Stücke auf, die man in großen Ketten nicht mehr findet. Gerade wer gern stöbert und nicht nur die bekanntesten Serien kaufen will, hat hier meist mehr Spaß.

Rund um Nakano Broadway ist das Viertel deutlich entspannter. Nach dem Einkauf könnt ihr durch die kleineren Straßen laufen, etwas essen und das Ganze weniger hektisch erleben als in den typischen Touristenzonen.

Jugendliche Mode in Harajuku und auf der Takeshita-dori

5. Harajuku - Für Street Fashion, Kawaii-Kultur und Popästhetik

Harajuku ist nicht das Viertel für die größte Auswahl an Figuren oder Retro-Games, aber es gehört trotzdem in diese Liste, weil hier ein wichtiger Teil der modernen japanischen Popkultur sichtbar wird. Auf der Takeshita-dori dreht sich viel um Street Fashion, Accessoires, Fotokabinen, Süßigkeiten und den Stil, der Harajuku weltweit bekannt gemacht hat.

Wer verstehen will, warum Begriffe wie kawaii, Gothic oder ausgefallene Jugendmode so eng mit Tokio verbunden sind, bekommt hier den besseren Eindruck als in reinen Einkaufsstraßen für Merch. Das Viertel eignet sich deshalb vor allem für Besucher, die nicht nur kaufen, sondern die visuelle Seite der Szene erleben wollen.

Wenn euch dieser Stil interessiert, findet ihr mehr dazu im Artikel über Harajuku.

Doraemon-Figur als Symbol für die Anime-Geschichte von Nerima

6. Nerima - Das Viertel für Anime-Geschichte

Nerima ist keine klassische Einkaufsmeile wie Akihabara oder Den Den Town. Gerade deshalb ist es eine gute Ergänzung für alle, die sich stärker für die Geschichte der japanischen Animation interessieren. Das Gebiet gilt als wichtiger Ort für die Entwicklung des Anime, und in Oizumi findet ihr mit dem Oizumi Anime Gate sogar mehrere Figuren und Hinweise auf bekannte Werke.

Ein zentrales Ziel ist das Toei Animation Museum, das die Geschichte des Studios und viele seiner Produktionen sichtbar macht. Für Fans, die nicht nur Merchandise kaufen, sondern auch verstehen wollen, wo ein Teil dieser Industrie gewachsen ist, hat Nerima deutlich mehr Wert als sein ruhigeres Auftreten zunächst vermuten lässt.

Wenn ihr eure Route planen müsst, dann gilt grob: Akihabara für Breite, Den Den Town für Kansai, Ikebukuro für Otome Road, Nakano für Sammler, Harajuku für Stil und Nerima für Anime-Geschichte.

Über den Autor

Kevin Henrique

Spezialist mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in asiatischer Kultur, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Spiele. Autodidakt, Autor und Reisender, der Japanisch, Reisetipps und tiefgehende Kuriositäten vermittelt.

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