Reisen oder Leben in Japan kann eine unglaubliche Erfahrung sein, aber wie in jedem anderen entwickelten Land kann die Lebenshaltungskosten belastend sein, insbesondere bei der Suche nach einem Wohnort. Genau in diesem Szenario kommt eine praktische, bezahlbare und immer beliebter werdende Lösung unter jungen Japanern und Ausländern ins Spiel: das Share House.
Dieses Modell des gemeinsamen Wohnens ist nicht nur eine Möglichkeit, Geld zu sparen – es bietet auch eine reiche kulturelle Erfahrung und eine schnelle Möglichkeit, Freunde zu finden. Wenn Sie planen, zu studieren, zu arbeiten oder einfach nur eine längere Zeit im Archipel zu verbringen, kann die Bekanntschaft mit dieser Art der Unterkunft Ihre Reise völlig verändern.

Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Share House?
Der Begriff Share House stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich „geteiltes Haus“. Im japanischen Kontext bezieht er sich auf Wohnungen, in denen mehrere Menschen zusammenleben und Gemeinschaftsräume wie Küche, Wohnzimmer und Badezimmer teilen, aber jeder sein eigenes individuelles Zimmer hat – manchmal sogar Suiten, je nach Immobilie.
Es unterscheidet sich von einem traditionellen Schlafsaal oder Guest House. Das Konzept des Share House dreht sich um das Zusammenleben, den Austausch von Erfahrungen und die Gemeinschaft. Viele von ihnen richten sich an spezifische Zielgruppen wie Studenten, Arbeiter in bestimmten Bereichen oder Ausländer.

War sind Share Houses in Japan so populär geworden?
Der Boom der Share Houses in Japan begann vor allem nach der Wirtschaftskrise von 2008 an Fahrt aufzunehmen, als viele junge Menschen sich für bezahlbarere und flexiblere Alternativen entschieden. Darüber hinaus erfordert der Lebensstil in Großstädten wie Tokio, Osaka und Yokohama Praktikabilität: hohe Mieten, kleine Räume und bürokratische Verträge machten das Share House zu einer intelligenten Option.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist, dass kein Bürge erforderlich ist, es gibt keine Anforderung an lange Verträge und der Raum ist in der Regel bereits möbliert. Das heißt, Sie kommen an und können sofort einziehen – ohne Komplikationen.

Vorteile des Wohnens in einem Share House
Wenn Sie noch unsicher sind, ob sich diese Art der Unterkunft lohnt, hier sind einige der am häufigsten genannten Vorteile von jemandem, der bereits darin gelebt hat:
- Geringere Kosten: Miete, Wasser-, Strom- und Internetrechnungen sind in der Regel in einem festen monatlichen Preis enthalten.
- Mobilität und Flexibilität: Viele Verträge sind monatlich und leicht zu kündigen, ideal für jeden, der sich nicht langfristig binden möchte.
- Multikulturelles Umfeld: Viele Share Houses nehmen Ausländer auf und schaffen so eine internationale Umgebung, die ideal zum Üben von Sprachen ist.
- Vollständige Infrastruktur: Ausgestattete Küche, Waschraum, schnelles Internet und in vielen Fällen ein Gemeinschaftsraum mit TV und Videospielen.
Darüber hinaus bereichert das gemeinsame Leben mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft die persönliche und berufliche Erfahrung enorm. Sie lernen alles von verschiedenen Rezepten bis hin zu verschiedenen Sichtweisen auf die Welt.
Wie finde ich ein Share House in Japan?
Derzeit gibt es verschiedene Online-Plattformen, die auf diese Art der Unterkunft spezialisiert sind. Unternehmen wie Oakhouse, Sakura House und Borderless House sind unter Ausländern sehr bekannt und bieten Unterstützung auf Englisch an, was den Prozess sehr erleichtert.
Wenn Sie daran interessiert sind, selbst zu recherchieren, wird der Begriff „シェアハウス“ (shea hausu) auf japanischen Websites verwendet. Ein guter Ausgangspunkt ist:
- Oakhouse: Eines der größten Netzwerke von Share Houses in Japan mit thematischen Häusern und Gemeinschaftsveranstaltungen.
- Sakura House: Fokussiert auf das ausländische Publikum mit Wohnungen in zentralen Gebieten von Tokio.
- Tokyo Sharehouse: Ein Portal, das Angebote verschiedener Unternehmen zusammenfasst und Fotos, Karten und Vertragsbedingungen enthält.
Bei der Suche nach einem Share House sollten Sie Folgendes beachten:
- Lage (Nähe zu Bahnhöfen oder U-Bahn-Stationen)
- Hausregeln (Zeiten, Reinigung, Besucher)
- Profil der Bewohner (Es gibt Häuser nur für Frauen, gemischte oder thematische)

Artikel, die normalerweise in einem Share House enthalten sind:
<ul> <li><strong>Schnelles Internet</strong>: für Studenten und Remote-Arbeiter unerlässlich</li> <li><strong>Grundmöbel</strong>: Bett, Schreibtisch, Stuhl, Kleiderschrank</li> <li><strong>Ausgestattete Gemeinschaftsbereiche</strong>: Kühlschrank, Herd, Mikrowelle, Waschmaschine</li> </ul>
Diese Gegenstände machen die Eingewöhnung viel einfacher, insbesondere für jeden, der zum ersten Mal nach Japan kommt.

Nachteile und zu beachtende Dinge
Klar, nicht alles ist perfekt. Ein gemeinsames Haus erfordert Anpassung und Respekt vor dem Raum anderer. Man muss sich im Klaren sein, dass die Zeiten und Gewohnheiten der anderen nicht immer mit Ihren übereinstimmen. Außerdem haben einige Häuser sehr strenge Regeln in Bezug auf Lärm, Sauberkeit und Besucher.
Ein weiterer Punkt ist, dass die informelle Natur des Vertrags nicht bedeutet, dass es keine Regeln gibt – viele davon sind sehr detailliert und müssen genau befolgt werden. Schließlich hängt ein gutes Zusammenleben von der Zusammenarbeit aller ab.
Wenn Sie eher zurückhaltend sind oder totale Privatsphäre benötigen, ist diese Art der Unterkunft vielleicht nicht die ideale. Für jeden, der jedoch für neue Erfahrungen offen ist, geht das Lernen weit über die japanische Sprache hinaus.

Lohnt es sich, in einem Share House zu wohnen?
Ohne Zweifel ist das Share House eine intelligente und wirtschaftliche Alternative für jeden, der Praktikabilität, kulturelle Immersion und Networking in Japan sucht. Neben der Reduzierung der Kosten bietet diese Wohnform Erlebnisse, die es kaum möglich wären, wenn man allein lebt.
Viele Ausländer berichten, dass sie sich genau durch diese Erfahrung schneller an das Land anpassen, lokale Freunde finden und sogar berufliche Chancen ergreifen konnten. Mit Japanern zusammen zu wohnen beschleunigt auch das Lernen der Sprache – und Sie können noch dazu einen authentischen Curry genießen, der von einem Mitbewohner zubereitet wurde.


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