Die 20 beliebtesten Mangakas in Japan

Die 20 beliebtesten Mangakas in Japan

Offene Fan-Umfrage, Top-20-Liste und Porträts der ersten zehn Plätze

Wer in Japan wirklich als Lieblings-Mangaka gilt, deckt sich oft nicht mit dem westlichen Podium. In einer offenen Fan-Umfrage landete der Schöpfer von Gintama vor Größen wie One Piece und Tokyo Ghoul – mit einem Vorsprung, der bei freier Stimmabgabe selten so klar ausfällt.

Hier findest du die Top 20 dieser Abstimmung und darunter die detaillierten Porträts der ersten zehn Plätze: Stimmen, Herkunft, prägende Werke und ein paar Besonderheiten, die man im Kurzranking leicht überliest.

Nur zur Erinnerung: Manche Mangaka halten ihre Identität bewusst zurück und mögen es wenig, wenn private Details kursieren. Deshalb bleiben bei einigen Einträgen die Angaben bewusst knapper – das ist Respekt, kein Desinteresse.

Wichtig zur Methodik: Es gab keine vorgefertigte Kandidatenliste wie bei einer klassischen Wahl. Die Teilnehmenden nannten ihren Lieblingsmangaka frei. Das wirkt ehrlich, hat aber einen Haken: Die Stimmen verteilen sich auf sehr viele Zeichnerinnen und Zeichner, oft über 30 Namen. Bei freier Zersplitterung wirken selbst die Top 10 mit vergleichsweise bescheidenen Absolutwerten – das sagt mehr über die Umfrageform als über die Größe der Werke aus.

Collage mit Porträts und Motiven bekannter Mangaka
Manche Mangaka treten kaum öffentlich auf – hier ein paar Bilder und Motive, die zu den Namen gehören.
Inhalt 11

TOP 20 Mangaka nach japanischen Fans

  • 20 – Kentaro Yabuki (To Love-Ru)
  • 19 – Kenjiro Hata (Hayate the Combat Butler)
  • 18 – Nakaba Suzuki (The Seven Deadly Sins)
  • 17 – Mizuho Kusanagi (Yona of the Dawn)
  • 16 – Yana Toboso (Black Butler)
  • 15 – Yusei Matsui (Assassination Classroom)
  • 14 – Masakazu Katsura (Video Girl Ai)
  • 13 – Takeshi Konomi (The Prince of Tennis)
  • 12 – Hirohiko Araki (JoJo’s Bizarre Adventure)
  • 11 – Haruichi Furudate (Haikyu!!)
  • 10 – Izumi Tsubaki (Monthly Girls’ Nozaki-kun)
  • 9 – Akira Toriyama (Dragon Ball)
  • 8 – Gosho Aoyama (Detektiv Conan)
  • 7 – Rumiko Takahashi (Inuyasha)
  • 6 – Hiromu Arakawa (Fullmetal Alchemist)
  • 5 – Masashi Kishimoto (Naruto)
  • 4 – Yoshihiro Togashi (Hunter × Hunter)
  • 3 – Eiichiro Oda (One Piece)
  • 2 – Sui Ishida (Tokyo Ghoul)
  • 1 – Hideaki Sorachi (Gintama)

Platz 10 – Izumi Tsubaki

Mit 203 Nennungen belegt Izumi Tsubaki den zehnten Platz. Die Zeichnerin (öffentliche Fotos sind rar, der Name wird weiblich geführt) wurde am 11. Dezember in Saitama geboren und ist vor allem für Gekkan Shōjo Nozaki-kun bekannt – eine Comedy über einen Shōjo-Mangaka und die Schülerin, die ihm assistiert.

Szene und Charaktere aus Monthly Girls’ Nozaki-kun

Platz 9 – Akira Toriyama

Dieser Name braucht kaum eine Vorstellung. Trotz Platz 9 hat Akira Toriyama mit 257 Nennungen den Status einer Legende der Branche – und das lange vor jedem Ranking. Für viele reicht ein Wort: Dragon Ball.

Toriyama starb am 1. März 2024 im Alter von 68 Jahren. Sein Einfluss auf Action-Manga, Humor und Charakterdesign ist in Japan und weltweit nach wie vor spürbar – von Dr. Slump bis zu den späteren Dragon-Ball-Projekten.

Akira Toriyama, Schöpfer von Dragon Ball

Platz 8 – Gosho Aoyama

Mit 275 Stimmen steht der Schöpfer von Detektiv Conan auf Platz 8: Gosho Aoyama, geboren am 21. Juni 1963 in Hokuei in der Präfektur Tottori.

Die Detektiv-Conan-Reihe läuft seit den 1990er-Jahren und zählt zu den langlebigsten Erfolgen des Mediums. Bis 2017 wurden weltweit über 200 Millionen Exemplare seiner Werke gedruckt – eine Größenordnung, die den achten Platz der Umfrage relativiert: Verkauf und persönliche Lieblingssympathie sind zwei verschiedene Spiele.

Hauptfiguren aus Detektiv Conan

Platz 7 – Rumiko Takahashi

Mit 358 Stimmen folgt Rumiko Takahashi – eine der wenigen Frauen, die über Jahrzehnte an der Spitze der Branche stehen und zu den kommerziell erfolgreichsten Mangaka Japans zählen.

Geboren am 10. Oktober 1957, prägte sie Generationen mit Urusei Yatsura, Ranma ½ und Inuyasha. Bereits 2013 lag die Gesamtauflage ihrer Werke bei weit über 170 Millionen Exemplaren; spätere Zählungen nennen noch höhere Summen. Wer „beliebt“ nur an aktuellen Shōnen-Hits misst, übersieht diese Konstante.

Platz 6 – Hiromu Arakawa

Ebenfalls eine starke weibliche Stimme: Hiromu Arakawa erhielt 370 Nominierungen. Die Anime-Adaption von Fullmetal Alchemist gehört auf Fan-Portalen wie MyAnimeList dauerhaft zu den bestbewerteten Serien – und der Manga davor setzte den Maßstab.

Arakawa wurde am 8. Mai 1973 in Hokkaidō geboren. Sie porträtiert sich oft als Kuh mit Brille; sie wuchs auf einer Milchviehfarm auf. Ihr Geburtsname ist Hiromi – das erste Schriftzeichen liest sich wie der männliche Name Hiromu, den sie als Pseudonym wählte.

Platz 5 – Masashi Kishimoto

Mit 404 Nennungen folgt Masashi Kishimoto. Viel mehr Intro braucht es kaum: Er schuf Naruto, die Geschichte des Jungen, der abgelehnt wird und davon träumt, Hokage zu werden – und damit von allen anerkannt zu sein.

Wer einen eigenen Artikel über Kishimoto und die Entstehung von Naruto lesen will, darf sich gerne melden; hier bleibt der Fokus auf dem Umfrage-Platz und dem Werk, das ihn dorthin getragen hat.

Platz 4 – Yoshihiro Togashi

425 positive Stimmen brachten Yoshihiro Togashi auf Platz 4. Wer Yu Yu Hakusho oder Hunter × Hunter kennt, versteht den Applaus – und die Geduld, die seine Leserinnen und Leser oft mitbringen.

Geboren am 27. April 1966 in Yamagata, zeichnete er schon früh Manga. Er ist mit Naoko Takeuchi verheiratet, der Autorin von Sailor Moon – eine der bekanntesten Mangaka-Ehen der Branche.

Platz 3 – Eiichiro Oda

Eiichiro Oda kam mit 539 Stimmen aufs Podium. Geboren am 1. Januar 1975, hat er mit One Piece die Serie geschaffen, die den Ruf hat, ewig weiterzugehen – und die Verkaufsrekorde der Manga-Geschichte mitdefiniert.

Dass er in dieser Fan-Umfrage „nur“ Dritter wurde, zeigt den Charme des Formats: Globale Verkaufszahlen und der persönliche Favorit im Fragebogen müssen nicht zusammenfallen.

Platz 2 – Sui Ishida

Sui Ishida sicherte sich mit 551 Nennungen den zweiten Platz. Wer den Namen nicht sofort einordnet, kennt wahrscheinlich trotzdem das Werk: Tokyo Ghoul – die Geschichte eines Studenten, der zum Ghoul wird und zwischen Menschen- und Ghoul-Welt zerrieben wird.

Der Anime machte die Reihe international bekannt; der Manga bleibt die dichtere, oft härtere Vorlage. In einer Umfrage ohne vorgegebene Liste spricht der zweite Platz für eine sehr aktive Fangemeinde in der Zeit der Abstimmung.

Platz 1 – Hideaki Sorachi

An der Spitze steht Hideaki Sorachi – mit 746 Stimmen und einem Vorsprung von fast 200 Nennungen auf den Zweitplatzierten. Für eine offene Umfrage ist das ein deutliches Signal: Gintama war bei den Teilnehmenden schlicht der emotionale Favorit.

Sorachi wurde am 25. Mai 1979 geboren. Sein Ruhm hängt eng an Gintama, das ab Dezember 2003 im Weekly Shōnen Jump lief und 2019 endete. Bis Februar 2018 lag die Manga-Auflage in Japan bei rund 55 Millionen Exemplaren – beachtlich, aber nicht der alleinige Grund für Platz 1: Hier zählt die Fan-Zuneigung, nicht nur der Kassenbon.

Gintama-Motive und Bezug zu Hideaki Sorachi

Rankings wie dieses sind Momentaufnahmen. Neue Hits, abgeschlossene Serien und Generationenwechsel verschieben Lieblingslisten. Wer die Top 20 liest, sieht vor allem eines: In Japan belohnt die Fanszene oft Humor, Eigenwilligkeit und Langzeitbindung – nicht nur das lauteste Verkaufsargument.

Quellen und nützliche Links

Über den Autor

Kevin Henrique

Spezialist mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in asiatischer Kultur, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Spiele. Autodidakt, Autor und Reisender, der Japanisch, Reisetipps und tiefgehende Kuriositäten vermittelt.

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