Fukuro Cafe – Das Eulencafé in Japan

Fukuro Cafe – Das Eulencafé in Japan

Eintritt, Berührungsregeln und Adressen der japanischen Eulencafés.

Japan ist bekannt für Themen-Cafés: Tiercafés, Maid-Cafés und Cosplay-Lokale. Heute stellen wir das Café für Eulenliebhaber vor, das Fukuro Cafe (梟カフェ). Dort können Sie etwas trinken und Zeit mit echten Eulen verbringen. Solche Fukuro-Cafés gibt es unter anderem in Tokio, Osaka und Nagoya.

Das Prinzip ähnelt dem Neko Café: Sie zahlen eine Gebühr, bleiben ein festes Zeitfenster und können verschiedene Eulenarten aus der Nähe sehen. In manchen Läden dürfen die Vögel auf Hand, Schulter oder Kopf landen; Fotos sind üblich, das Essen oft nicht der Grund des Besuchs. Manche Häuser legen ein Getränk in den Eintritt, andere servieren fast nichts. Die Räume sind klein und häufig voll, deshalb lohnt sich eine Reservierung – in manchen Häusern ist sie sogar Pflicht.

Uhu auf einer Stange im Café, daneben eine kleine graue Eule auf dem Holzboden

Umgang mit den Eulen im Fukuro Cafe

Eulen sind keine klassischen Haustiere, deshalb gelten klare Regeln. Nach der Platzwahl erklärt das Personal den Ablauf, oft auf Japanisch, in touristischen Läden zusätzlich mit Karten oder auf Englisch. Die Sitzung dauert meist um die Stunde, manchmal kürzer; ein Teil davon ist Einweisung. Meist wählen Sie eine Eule, die auf den Finger oder den Handrücken gesetzt wird; bei großen Uhus reicht der Laden oft einen Handschuh. Die Vögel können auf Hand, Schulter oder Kopf landen.

Streichen dürfen Sie in der Regel nur die zugewiesene Eule, fotografieren oft alle. Das Personal zeigt, wie man Kopf oder Rücken von hinten berührt – vorsichtig, ohne zu drücken. Finger nicht vor den Schnabel halten, sonst erschreckt sich der Vogel. Blitz, Parfüm und plötzliche Bewegungen sind in den meisten Häusern unerwünscht, weil Eulen empfindlich hören und nachts jagen.

Besucherin berührt Eulen auf Sitzstangen; rechts die begrünte Fassade eines Eulencafés in Japan

Fukuro no Mise, Nagoya und andere Läden

Die Eulen sitzen meist auf Stangen, Böcken oder in einer nachgebildeten Astlandschaft. In Tokio und früher auch in Osaka ist Fukuro no Mise (フクロウのみせ, „Laden der Eulen“) eine der älteren Adressen: die Filiale in Tsukishima, unweit der Station Tsukishima, arbeitet weiter, die Osakaer Filiale ist seit März 2024 geschlossen. In Nagoya war das Fukuro no iru Mori Cafe (ふくろうのいる森カフェ) bekannt; der Standort in Sakae ist laut Betreiber wegen Umzugs vorübergehend geschlossen.

In Akihabara ist außerdem Akiba Fukurou bekannt. Dort gilt in der Regel vollständige Online-Reservierung, kleine Gruppen und ein leiser Raum – kein normales Restaurant mit Speisekarte. Die genaue Gebühr steht auf der jeweiligen Buchungsseite und ändert sich; festschreiben lässt sie sich hier nicht.

Preise, Öffnungszeiten und das Berührungsrecht unterscheiden sich von Laden zu Laden. Vor der Anreise die aktuelle Website oder den Account des Hauses prüfen. Ein Fukuro Cafe ist kein gewöhnliches Restaurant; die Stunde ist für die Vögel gedacht, nicht für eine lange Mahlzeit.

Quellen und nützliche Links

Über den Autor

Kevin Henrique

Spezialist mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in asiatischer Kultur, mit Fokus auf Japan, Korea, Anime und Spiele. Autodidakt, Autor und Reisender, der Japanisch, Reisetipps und tiefgehende Kuriositäten vermittelt.

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